• Beachvolleyball-WM: Acht deutsche Teams in K.o.-Runde - Europameister ohne Satzverlust

Beachvolleyball-WM : Acht deutsche Teams in K.o.-Runde - Europameister ohne Satzverlust

In der Sonnenglut des Schweizer Alpenörtchens Gstaad haben die deutschen Beachvolleyballer bei den Weltmeisterschaften eine nahezu makellose Vorrunde absolviert und sind mit acht von neun gestarteten Duos in die K.o.-Runde eingezogen.

Julius F. Michels[dpa]

GstaadHoffnungen auf Medaillen nährten dabei vor allem die Europameister Julius Brink und Christoph Dieckmann, die am Donnerstag im dritten Spiel den dritten Sieg landeten und als Gruppensieger ohne Satzverlust in die Runde der besten 32 Teams einzogen. Die Berliner bezwangen die Österreicher Doppler/Gartmayer mit 2:0 (21:19, 21:18) und dürfen nun auf eine günstige Ansetzung hoffen.

Brink, der sich kürzlich eine Schulterprellung zugezogen hatte, konnte erstmals ohne Tape-Verband antreten. Der Abwehrspieler wirkte frischer und tatendurstiger als bei den ersten beiden Auftritten, auch seine Wortwahl war nach dem Spiel wieder so forsch, wie man es von ihm gewohnt ist: "Jeder hat gesehen, dass ich wieder voll der Alte bin. Jetzt können wir richtig angreifen."

Nur ein deutsches Team ausgeschieden

Gleichfalls auf Gruppenplatz eins landeten David Klemperer/Eric Koreng (Hildesheim/Essen), die in einer überaus hektischen und dramatischen Partie gegen die Brasilianer Haley/Pedro ihren dritten 2:0 (22:20, 21:19)-Erfolg landeten. Gruppenzweite wurden bei der mit einer Million Euro dotierten Beach-Show Jonas Reckermann/Mischa Urbatzka (Essen/Eimsbüttel), die nach zwei Siegen gegen die noch ungeschlagenen US-Boys Lambert/Metzger 0:2 den Kürzeren zogen. Als einziges deutsches Team ist damit das neu zusammengestellte und per Wildcard gestartete Duo Florian Huth/Kjell Schneider ausgeschieden. Die Kieler verloren gegen die Amerikaner Scott/Fuerbringer mit 0:2 und wurden Letzte der Gruppe P.

Einen Durchmarsch in die zweite Turnierphase landeten die deutschen Frauen. Rieke Brink Abeler/Hella Jurich sicherten sich in der Vorrundengruppe L mit drei Siegen souverän den ersten Platz und dürften damit ebenso auf einen leichteren Gegner am Freitag hoffen. Im letzten Vorrundenspiel schlugen die Münsteraner die Schweizer Erni/Graessi mit 2:0 vor über 5000 Zuschauern deutlich und kamen in keiner Phase in Bedrängnis. Dennoch war Rieke Brink-Abeler nach dem Spiel bei Temperaturen über 30 Grad Celsius geschafft. "Auf dem Center Court ist es ganz schön heiß, da kommst du ganz schnell ins Schwitzen, weil kein Lüftchen geht", meinte sie.

Helke Claasen und Antje Röder vor Sara Goller und Laura Ludwig

Die Berlinerinnen Helke Claasen und Antje Röder (Berlin) konnten sich in der Gruppe F ebenfalls als Sieger durchsetzen, obwohl sie gegen die Italienerinnen Momoli/Giora knapp 1:2 (13:21, 21:14, 15:17) verloren. In der gleichen Gruppe sicherten sich die deutschen Meister Sara Goller/Laura Ludwig Rang zwei. In einem hochklassigen Duell schlug das Team von Hertha BSC die Olympia-Fünften Stephanie Pohl und Okka Rau (Hamburg) mit 2:1 (26:24, 17:21, 15:13). Pohl/Rau erreichten dennoch die K.o.-Phase als eine der besten acht Gruppendritten. Die Berlinerinnen Geeske Banck und Susanne Lahme beendeten die Gruppe B als Zweite. Nach zwei Siegen zum Auftakt der WM waren sie gegen die brasilianischen WM-Zweiten Larissa und Juliana allerdings chancenlos.

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