Beckenbauer-Kritik : "DFB-Elf ist ein Mimosenhaufen"

Jetzt langt's dem Kaiser. Nachdem Michael Ballack sich mal wieder nicht mit öffentlicher Kritik - diesmal an Joachim Löw - zurückhalten konnte, schaltet sich nun auch Franz Beckenbauer in die Debatte ein.

Franz Beckenbauer
Franz Beckenbauer mag Lukas Podolski. -Foto: dpa

BerlinMit harscher Kritik an der Mentalität einiger Nationalspieler hat sich Franz Beckenbauer in die jüngste verbale Auseinandersetzung zwischen Michael Ballack und Joachim Löw eingeschaltet. "Jeder meldet sich zu Wort, ob das ein Kuranyi ist, der plötzlich verschwindet oder ein Frings, der meint, zurücktreten zu müssen. Jetzt kommt Michael Ballack als Kapitän. Man sollte diese Unebenheiten, wenn es solche gibt, intern bereinigen", kommentierte der ehemalige DFB-Teamchef die jüngsten Vorkommnisse im DFB-Team und die kritischen Äußerungen von Ballack in Richtung Bundestrainer.

"Mund halten und Fußball spielen"

"Das ist ein Mimosenhaufen geworden, das ist schier unglaublich. Die sollen ihren Mund halten und Fußball spielen", erklärte Beckenbauer im Pay-TV-Sender Premiere in Richtung der Nationalspieler. Grundsätzlich werde im Nationalteam "zu viel geredet", sagte Beckenbauer. Und falls es Unstimmigkeiten gebe, habe Ballack den falschen Weg gewählt: "In solchen Situationen muss man das Gespräch mit dem Trainer und nicht mit dem Journalisten suchen."

Ballack hatte sich vor allem kritisch zu Löws Umgang mit Torsten Frings geäußert und zugleich vor einem zu heftigen und schnellen Umbruch im DFB-Team gewarnt. Zudem hatte sich der Kapitän verwundert gezeigt, dass sich Löw nach Ballacks jüngster Operation nicht gemeldet habe. "Selbst wenn Löw Ballack angerufen hätte, wäre an dem Heilungsprozess nichts anders gelaufen. Manchmal sind mir die Empfindlichkeiten ein bisschen zu groß", betonte Beckenbauer. (sg/dpa)

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