Sport : Beckenbauer verlässt Fifa-Gremium

Berlin – Der „ Kaiser“ zieht sich ins Privatleben zurück: Franz Beckenbauer hat vier Monate vor dem Ende seiner Amtszeit im Fifa-Exekutivkomitee angekündigt, nicht für eine weitere Amtszeit im höchsten Gremium des Fußball-Weltverbandes zu kandidieren. Der Weltmeister von 1974, Weltmeister-Teamchef 1990 und Präsident des Organisationskomitees für die Weltmeisterschaft 2006 traf den Entschluss aus rein persönlichen und familiären Gründen, hieß es in der Mitteilung. „Ich bitte um Verständnis für meine Entscheidung“, erklärte Beckenbauer. Er wünsche sich mehr Zeit für seine Familie und wolle vor allem nicht mehr so viel reisen. „Ich werde meine Aufgaben national und international drastisch reduzieren“, hatte Beckenbauer schon kurz vor seinem 65. Geburtstag am 11. September gesagt.

Letzte wichtige Amtshandlung des Ehrenpräsidenten des FC Bayern München wird die Abstimmung zur Wahl der WM-Gastgeber 2018 und 2022 am 2. Dezember in Zürich sein. Beckenbauer war 2007 als Nachfolger von Gerhard Mayer-Vorfelder in die Weltregierung des Fußballs eingezogen. In den internationalen Gremien ist DFB-Präsident Theo Zwanziger als Mitglied der Uefa-Exekutive der einzige verbliebene Deutsche.

Beckenbauers Posten muss nicht zwingend von einem Deutschen wiederbesetzt werden. Zwanziger kündigte deshalb an, den vakanten Platz nicht kampflos zu opfern. „Wir werden jetzt in Ruhe darüber nachdenken, wie wir uns für die im kommenden Jahr anstehende Wahl eines Nachfolgers aufstellen“, sagte der DFB-Chef. dpa

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