Sport : Beckham wechselt nach Los Angeles

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Madrid/London - David Beckham wechselt im Sommer von Real Madrid zu Los Angeles Galaxy in die Fußball-Profiliga MLS. „Nach Abwägung mehrerer Möglichkeiten, in Madrid zu bleiben, zu einem großen britischen oder europäischen Klub zu wechseln, habe ich mich entschieden, mich LA Galaxy anzuschließen und ab August in der Major League Soccer zu spielen“, teilte Beckham in einer Erklärung mit. Auch Madrid bestätigte am Nachmittag den Wechsel. Der ehemalige Kapitän der englischen Nationalmannschaft soll in Los Angeles einen Fünfjahresvertrag unterzeichnen und insgesamt 190 Millionen Euro kassieren, berichteten britische Fernsehsender.

„Real Madrid bat mich diese Woche, eine Entscheidung über meine Zukunft zu treffen, und bot mir an, meinen Vertrag um zwei Jahre zu verlängern“, erklärte Beckham. Der 31 Jahre alte Superstar bedankte sich bei den spanischen Fans, die ihm „die Entscheidung extrem schwer gemacht haben“: „Ich habe meine Zeit in Spanien sehr genossen und bin extrem dankbar, für solch ein großes Team gespielt zu haben.“ Er versprach bis zum Saisonende „100 Prozent“ für den Klub zu geben, der im Achtelfinale der Champions League Gegner des FC Bayern München ist.

Landon Donovan, der früher für Bayer Leverkusen in der Bundesliga spielte und jetzt bei LA Galaxy ist, glaubt, dass Beckham in den USA einen neuen Boom auslösen wird: „Marketingmäßig wird ein Traum wahr. Beckham ist kein 35 oder 36 Jahre alter abgehalfterter Typ. Er kann noch immer super spielen, hat eine große Anziehungskraft und ist wohl der berühmteste Fußballer der Welt.“ Wie Beckham hat auch der Brasilianer Ronaldo keine Zukunft mehr bei Real Madrid. Der Torjäger soll den spanischen Rekordmeister möglichst rasch verlassen. Trainer Fabio Capello strich am Donnerstag Ronaldo und Beckham für das Pokalspiel am Abend in Sevilla bei Betis aus dem Kader.

Beckham betrachtet es nach Angaben des britischen Boulevardblatts „The Sun“ als Herausforderung, in den USA junge Amerikaner für den Fußball zu begeistern. Beckham besitzt in Los Angeles eine eigene Fußballschule. dpa

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