Sport : Beckhams "Stinke-Finger": England solidarisiert sich mit dem übel Beschimpften

Die "Stinkefinger"-Affäre um die Reizfigur David Beckham hat kurz vor dem Match gegen den Erzivalen Deutschland ganz England in Aufregung versetzt. Geschockt vom abgrundtiefen Hass auf den Mittelfeldstar verspricht das Fußball-Mutterland nun kollektiv Unterstützung für den "Spice Boy". "Wenn sie diese Worte gehört hätten - das hatte nichts mit Fußball zu tun. Es war sehr persönlich und das Übelste, was ich jemals im Fußball gehört habe", zürnte Teammanager Kevin Keegan auch noch zwei Tage nach den Vorfällen beim 2:3 gegen Portugal im Trainingsquartier in Spa.

Beckham, der beide englischen Tore vorbereitet hatte und bester Mann seines Teams war, hatte einigen pöbelnden Fans nach dem Schlusspfiff in Eindhoven den "Stinkefinger" gezeigt. Nach einer identischen Aktion in der Premier League in Leeds war Beckham noch verwarnt worden. Als nun die Uefa von den Beleidigungen hörte, die Beckham im Philips-Stadion über sich ergehen lassen musste, verzichtete sie auf eine mögliche Sanktion. Seit seiner Roten Karte im WM-Achtelfinale 1998 in St. Etienne gegen Argentinien, das die Engländer im Elfmeterschießen verloren, ist David Beckham auf der Insel verhasst.

"Wir hoffen, dass dein Kind an Krebs stirbt" und "Wir werden dein Baby killen" sollen die Pöbler in Richtung Beckham gebrüllt haben. Dessen Vater Ted Beckham war außer sich vor Wut und nannte die Täter "Abschaum". "Zehn Helden und ein Idiot" war unter einem Foto von Beckham, der an einem Galgen baumelte, zu lesen.

Vor dem Duell mit Europameister Deutschland ist nun aber ein deutlicher Stimmungswandel bemerkbar. "Lasst Becks in Ruhe. Er braucht die Unterstützung der Fans, keine Misshandlungen. Es ist es Zeit für jeden Fußballfan im Land, sich hinter Beckham zu stellen", lautete der flammende Appell des sonstigen Krawallblatts "Sun".

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