Sport : Bei 35 Grad über zwei Meter

Hochspringerin Daniela Rath erzielt in Florenz Bestleistung

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Florenz (Tsp/dpa). Die deutschen Leichtathleten haben am Wochenende ihren Platz in der europäischen Spitze gefestigt. Das ist die eine Erkenntnis, die sich aus dem Europacup in Florenz gewinnen lässt. Die andere ist: Sie können wieder auf ihren 400m-Star Ingo Schultz und künftig auch auf die Hochspringerin Daniela Rath setzen.

Beim Europacup am Wochenende in Florenz kam die Auswahl des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) bei den Frauen (103 Punkte) und Männern (100,5 Punkte) wie im Vorjahr jeweils auf den zweiten Platz. Den Cup gewannen zum siebten Mal hintereinander Russlands Frauen (130) und erstmals Frankreichs Männer (109). Nach den Einzelsiegen am ersten Tag durch Hammerwerfer Karsten Kobs, 800-m-Läuferin Claudia Gesell, Stabhochspringerin Annika Becker und Speerwerferin Steffi Nerius setzten am Sonntag Daniela Rath mit ihrem ersten Zwei-Meter-Sprung und Kugelstoß-Olympiasiegerin Astrid Kumbernuss noch zwei Siege drauf.

„Wir haben gezeigt, dass wir Siegerathleten haben“, sagte der DLV-Vizepräsident Rüdiger Nickel, „vor allem welche, die bisher nicht so im Vordergrund standen.“ Für viele deutsche Athleten war der Mannschaftswettkampf von Florenz auch ein abschließender Test vor den nationalen Titelkämpfen am kommenden Wochenende in Ulm.

Obwohl Routiniers wie Heike Drechsler, Nils Schumann, Lars Riedel, Tim Lobinger und Grit Breuer fehlten, konnten sich die DLV-Athleten zwei Monate vor den Weltmeisterschaften in Paris behaupten, auch wenn es nur wenige Leistungssteigerungen gab. Dazu zählten immerhin die 45,19 Sekunden über 400 Meter von Ingo Schultz.

Bei über 35 Grad im Schatten sprang Daniela Rath aus Leverkusen erstmals in ihrer Karriere über 2,00 m und stellte damit auch eine deutsche Jahresbestleistung auf. „Das ist ein unglaubliches Gefühl“, sagte Rath, die lange vom Verletzungspech gebeutelt wurde. Nur wenige Minuten später setzte sich Astrid Kumbernuss in einem schwachen Wettbewerb mit ihrer ganzen Routine und 19,46 m durch. Als einzige neben Kobs erreichte nur Heike Meißner erstmals die A-Norm für die WM. Die Chemnitzerin wurde über 400 m Hürden Dritte in 55,22 Sekunden. Überhaupt blieben Spitzenleistungen aus. Vor nur insgesamt 6000 Zuschauern gab es keine einzige Jahresweltbestleistung.

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