• BEI DEN GALOPPERN IN HOPPEGARTEN SOLL GEKLÄRT WERDEN: Die Frage nach dem besten Pferd 1997

Sport : BEI DEN GALOPPERN IN HOPPEGARTEN SOLL GEKLÄRT WERDEN: Die Frage nach dem besten Pferd 1997

ERNST PODESWA

Zwei Renntage voller Brisanz und Spannung / Derbysiegerin Borgia gefordertVON ERNST PODESWA BERLIN.Bruno Schütz wiederholte es im Lauf der gestrigen Pressekonferenz im BMW-Pavillon am Kurfürstendamm mehrmals: "Das ist das bestbesetzte Rennen, das es je aus diesem Anlaß hier in Hoppegarten gegeben hat.Die drei ersten vom Deutschen Derby sowie zwei Spitzenpferde im direkten Vergleich.Das wird Aufschluß darüber geben, wer der beste Galopper dieses Jahres in Deutschland ist.Für uns Trainer und Aktive wird das eine äußerst spannende und interessante Angelegenheit." Die Begeisterung des Trainers aus Köln gilt der sechsten Auflage des BMW EuropaChampionats am Sonntag (Einlaß 11 Uhr/Beginn 14 Uhr/Hauptrennen 17.35 Uhr) vor den Toren der Hauptstadt.Das ist als Europa-Gruppe-II-Rennen mit einer Gesamtdotierung von 400 000 DM (für den Sieger 220 000 DM sowie die Besitzerprämien) ausgeschrieben und führt über die Distanz von 2400 m.Insgesamt gibt es am Sonntag zehn Rennen mit 89 gemeldeten Pferden.Und weil auch tags zuvor (Beginn 13.40 Uhr) beim Renntag mit dem 107.Großen Preis von Berlin als Hauptereignis (Europa-Gruppe III/125 000 DM/1300 m) die besten deutschen Kurzstreckenspezialisten gegen vier starke ausländische Starter antreten, darf das Wochenende als das Highlight der Saison in Hoppegarten angesehen werden. Das Erstaunliche am EuropaChampionat ist für Nicht-Insider, daß sich angesichts des üppigen Preisgeldes kein ausländischer Spitzengalopper um den Sieg bemüht.Doch Derbysiegerin Borgia aus dem Stall von Schütz (57), der von 1992 bis 1994 mit Platini, Kornado und Flying Dream dreimal beim EuropaChampionat siegen konnte, die Plazierten Baroon und Happy Chance sowie die wegen Nichtmeldung im Derby nicht startberechtigten Spitzen-Jahrgangspferde Ungaro und Ajano sowie Modigliani, ein Bruder des Derbysiegers von 1989, Mondrian, haben Eindruck in der Fachwelt hinterlassen.Bruno Schütz: "Eine Niederlage in Deutschland wäre für den Rekord und dann den Züchterwert eines Pferdes in der Galopperdomäne England nicht förderlich.Obwohl in Deutschland derzeit nur etwa 5000 Rennpferde trainiert werden, weiß man deren Qualität mittlerweile zu schätzen." Die sei nun nicht schlechter als die in Irland oder Frankreich, wo 15 000 bzw.12 000 Vollblüter auf Rennen vorbereitet werden.An beiden Tagen treten auch die besten in Deutschland tätigen Berufsreiter (von Hellier, Starke, Schiergen bis Pyritz) in Aktion. Rennbahn-Geschäftsführer Artur Boehlke kalkuliert am Sonnabend mit "etwa 10 000 Besuchern", am Sonntag mit "20 bis 25 000" und erwartet bei der offenen Rennkonstellation einen großen Tag am Toto.

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