• Bei den Siegern herrscht große Freude über den "deutschen Untergang" von Dortmund und Leverkusen

Sport : Bei den Siegern herrscht große Freude über den "deutschen Untergang" von Dortmund und Leverkusen

Der "Untergang der deutschen Teams" in der Champions League, wie die italienische Zeitung "Corriere dello Sport" nach dem Aus von Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen spöttelte, wurde bei Dynamo Kiew und Feyenoord Rotterdam groß gefeiert. "Ich bin überglücklich. Für Feyenoord und den niederländischen Fußball war das unheimlich wichtig. Wir werden in der Zwischenrunde wunderbare Spiele erleben", jubelte Rotterdams Coach Leo Beenhaker nach dem 1:0 gegen Rosenborg Trondheim und der gleichzeitigen Pleite von Dortmund bei Boavista Porto (0:1). "Das Glück lacht Feyenoord dank Borussia Dortmund wieder zu", titelte "De Volkskrant" nach dem Tor des Tages durch den Brasilianer Somalia fünf Minuten vor dem Abpfiff.

Auch in Kiew herrschte bei den 82 000 Fans, darunter Ukraines Staatspräsident Leonid Kutschma, trotz der 0:1-Niederlage gegen Lazio Rom Partystimmung. "Ich muss Maribor danken. Wir freuen uns sehr über unser Weiterkommen, vor allem nach den beiden Niederlagen zu Beginn. Aber ich denke, dass wir uns zurecht qualifiziert haben, weil wir Leverkusen zuletzt klar geschlagen haben", verkündete Dynamos Co-Trainer Alexei Michailitschenko freudestrahlend.

Dabei hatte Lazio sein Versprechen wahr gemacht und Bayer Leverkusen (0:0 gegen Maribor) Schützenhilfe geleistet. "Es ist der Beweis, dass wir eine seriöse Mannschaft sind, die viel Stil hat", erklärte Lazios Coach Sven-Göran Eriksson. Viel Stil und viel Klasse. "Lazio wird im Finale sein, das ist eine der stärksten Mannschaften in Europa und der Welt", lobte Michailitschenko die Römer, obwohl die in der Ukraine nur mit dem "B-Team" angetreten waren.

Auch Barcelonas Coach Louis van Gaal glaubt an die Stärke der Italiener, allerdings auch an die eigene. "Es gibt drei Mannschaften, die wohl sicher im Halbfinale sein werden: Lazio Rom, Manchester United und der FC Barcelona", tönte der Niederländer nach dem 3:3 beim AC Florenz. Soweit wollte Fiorentina-Coach Giovanni Trapattoni, dessen Team ebenfalls schon die Runde der letzten 16 erreicht hatte, noch nicht denken. Der Ex-Münchner genoss vielmehr den Augenblick, von Rücktritt war überhaupt keine Rede mehr: "Ich habe Florenz wieder gefunden. Wie schon vor einigen Tagen gesagt: Uns geht es gut", philosophierte "Trap".

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