Sport : Bei der Trainersuche hat Bundesligist Eintracht Frankfurt einen heißen Kandidaten

Martin Volkmar

Felix Magath ist der erste Anwärter auf den Trainerposten beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt. "Wir sind in Kontakt", sagte der 46-Jährige, der sich angeblich bereits mit Eintracht-Präsident Rolf Heller in Hamburg getroffen hat. Heller bestätigte "Sondierungsgespräche" mit dem Ex-Nationalspieler. Dagegen zeigten die ebenfalls hoch gehandelten Bernd Krauss und Klaus Toppmöller kein Interesse an einer Nachfolge des am Sonntag nach dem Absturz der Hessen auf Platz 17 entlassenen Jörg Berger.

Magath, dem im Mai bei Werder Bremen gekündigt worden war, sagte zu einem möglichen Engagement bei der Frankfurter Eintracht: "Mein Interesse an einer Tätigkeit in der Bundesliga war immer da. Die Eintracht ist ein Traditionsklub, wie es nur wenige in der ersten Liga gibt, von daher ist das für jeden Trainer eine interessante Sache."

Angeblich will Magath einen Vertrag über das Saisonende hinaus und würde auch in der Zweiten Liga bei der Eintracht arbeiten, wenn die Perspektive stimmt. Allerdings hätte ein Abstieg so gravierende finanzielle Folgen, dass die meisten Spieler vermutlich verkauft werden müssten. Doch für Magath ist die Lage trotz neun Punkten Rückstand auf den rettenden 15. Rang nicht hoffnungslos: "Die Tabellensituation ist sicher sehr schwierig, aber im Fußball ist alles möglich."

Eintracht-Präsident Heller erklärte: "Ich will das weder bestätigen noch dementieren. Richtig ist, dass wir Sondierungsgespräche führen, auch mit Herrn Magath." Bei der Suche wolle man sich aber nicht unter Druck setzen lassen, man habe Zeit bis zum Trainingsauftakt am 5. Januar. Allerdings würde die Eintracht den neuen Mann gerne noch vor Weihnachten bekannt geben.

Klaus Toppmöller gehört jedoch nicht mehr zum Kandidatenkreis für den Job bei der Eintracht. "Ich habe für zwei Jahre Vertrag beim 1. FC Saarbrücken und noch nie einen Vertrag gebrochen", sagte Toppmöller, der die Eintracht von 1993 bis April 1994 betreute. Der Ende Oktober beim spanischen Erstligisten Real Sociedad San Sebastian gefeuerte Bernd Krauss, der derzeit im Urlaub auf Fuerteventura krank das Bett hüten muss, steht ebenfalls wohl nicht zur Verfügung. "Ich kann mir nicht vorstellen, die Mannschaft zum jetzigen Zeitpunkt zu übernehmen. Allerdings habe ich momentan keinen Kontakt zur Eintracht. Außerdem wollte ich mir eigentlich eine Auszeit bis zum Sommer nehmen, was aber nicht heißt, dass ich dann unbedingt im Ausland arbeiten muss."

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