Sport : Beim CHIO im Gelände zum Doppelsieg

Aachen - Schon 50 Meter vor dem Ziel ballte Frank Ostholt die Faust. Nach dem letzten Blick auf die Uhr ritt der 31-Jährige mit Air Jordan freudestrahlend durchs Ziel: Ostholt gewann bei der Premiere der Vielseitigkeitsreiter beim CHIO in Aachen sowohl den Nationenpreis mit der deutschen Equipe als auch die Einzelwertung. „Das war einfach phänomenal“, sagte der Reiter aus Warendorf. „Hier wird man über die Strecke getragen, links und rechts mit Laola.“

Mit dem Erfolg der Vielseitigkeitsreiter gelang den Gastgebern beim größten Reitturnier der Welt der Hattrick mit Siegen in den drei olympischen Pferdesport-Disziplinen. Bereits am Donnerstag hatten Spring- und Dressureiter die Mannschaftswettbewerbe gewonnen. Die Vielseitigkeit ist in diesem Jahr erstmals Teil des CHIO und darf sich nun auch auf eine Zukunft in Aachen freuen.

Die deutschen Militaryreiter hatten den Wettbewerb von Beginn an dominiert, bereits in der Dressur die Führung übernommen und diese im Springen ausgebaut. Im abschließenden Geländeritt am Samstag blieben Ostholt sowie Andreas Dibowski (Egestorf) auf Little Lemon, Hinrich Romeike (Nübbel) auf Marius und Peter Thomsen (Lindewitt) mit The Ghost of Hamish ohne Hindernisfehler und brachten den Sieg souverän ins Ziel. Mit 140,30 Strafpunkten lagen sie klar vor Großbritannien (159,70).

„Wir haben eine tolle Mannschaft“, sagte der Bundestrainer. Sein Team konnte sogar den Ausfall von Bettina Hoy verkraften, die vor einem Jahr zum Gold- Team bei der WM gehört hatte. Ihr Pferd Ringwood Cockatoo hatte sich leicht verletzt. Beeindruckend war, wie exakt die erlaubte Zeit von sieben Minuten für die knapp vier Kilometer lange Geländestrecke von Romeike (6:59) und Thomsen (7:00) bei ihren fehlerfreien Ritten eingehalten wurde. Auch Ostholt überzeugte, er durfte sich Zeitfehler, aber keinen Hindernisfehler erlauben. In der Einzelwertung siegte er vor der Schwedin Linda Algotsson mit Stand by me. dpa

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