Sport : Beim Hamburger Kiez-Klub tobt der Machtkampf

Beim Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli spitzt sich die seit Monaten schwelende Krise dramatisch zu. Während der Tabellen-Vorletzte sportlich ums nackte Überleben kämpft und am Sonntag im Spiel beim Aufsteiger Waldhof Mannheim unter hohem Erfolgsdruck steht, ist hinter den Kulissen der Machtkampf in der Führungsetage der Hamburger offen ausgebrochen. Mit dem vorzeitigen Rücktritt von Vize-Präsident Wolfgang Helbing hat das Chaos beim Hamburger Kiez-Klub einen neuen Höhepunkt erreicht.

Hinter dem Streit im St. Pauli-Präsidium, der wegen einer vermeintlichen Rücktrittserklärung Helbings sogar vor dem Hamburger Landgericht geschlichtet werden musste, steht jedoch eine Auseinandersetzung zwischen Weisener und dem Aufsichtsrat des Vereins, der die Machtfülle des Klub-Chefs beschneiden will. Weisener, der seinen Wunschkandidaten Reenald Koch als "Vize" installieren will, wird nach dem plötzlichen Rücktritt Helbings nun von seinen Kontrolleuren unter Druck gesetzt. "Bis Anfang nächster Woche muss Herr Weisener seinen Kandidaten benennen", sagte die Aufsichtsrats-Vorsitzende Tatjana Groeteke. "Laut Satzung ist es nicht erforderlich, jetzt schon einen Nachfolger zu präsentieren", hielt der Architekt und Vereins-Mäzen dagegen.

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