Benefiz-Gala : "Behindertensportler des Jahres" geehrt

Große Ehre für Kirsten Bruhn und Wolfgang Sacher: Angela Merkel hat die beiden Goldmedaillengewinner der Paralympics als Deutschlands "Behindertensportler des Jahres 2008" ausgezeichnet.

Behindertensportler des Jahres
Die Besten 2008. Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Radsportler Wolfgang Sacher und Schwimmerin Kirsten Bruhn.Foto: dpa

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel hat im Rahmen der vom Förderkreis Behindertensport veranstalteten Benefiz-Gala "Die Nacht der Stars - ein Festabend des Paralympischen Sports" in Berlin die "Otto Bock-Behindertensportler des Jahres 2008" geehrt. Vor 500 Gästen aus Sport, Politik, Kultur und Wirtschaft wurden am Dienstagabend Schwimmerin Kirsten Bruhn, Radsportler Wolfgang Sacher und die Rollstuhl-Basketballerinnen ausgezeichnet.

Schon im Vorjahr hatte Bundeskanzlerin Merkel, die auch Schirmherrin des Förderkreises ist, durch ihre persönliche Anwesenheit ihren Willen dokumentiert, "dazu beizutragen, dass diesen Spitzenathleten die ihnen gebührende Aufmerksamkeit zuteil wird".

Bruhn machte vor Buggenhagen und Brenner das Rennen

Bei der Internet-Publikumswahl, die über die Homepage des Deutschen Behindertensportverbandes durchgeführt wurde, setzte sich die querschnittsgelähmte Schwimmerin Kirsten Bruhn (Neumünster), die in Peking Gold über 100 Meter Brust und insgesamt vier Medaillen gewann, gegen die zweifache Reit-Gewinnerin Hannelore Brenner (Petersau) und die neunmalige Siegerin Marianne Buggenhagen (Berlin) durch.

Der 41 Jahre alte Wolfgang Sacher aus Penzberg, der nach einem 16.000-Volt-Starkstromschlag seit dem 16. Lebensjahr armamputiert ist, gewann auf dem Rennrad in Peking Gold im Einzelzeitfahren, dazu Silber und Bronze auf der Bahn. Beim Votum unter fünf Paralympics-Siegern ließ er unter anderem Tischtennis-Ass Jochen Wollmert (Solingen) und Leichtathlet Wojtek Czyz (Kaiserslautern) hinter sich.

Auch Peter Maffay bekam einen Preis

Die Basketballerinnen, die bei den Paralympics in Peking Silber gewannen, landeten bei der Wahl wie im Vorjahr auf Platz eins, gefolgt von den Reitern und dem Segler-Sonar-Trio. Den Preis Le Mobile für Personen, die sich nachhaltig für Menschen mit Behinderungen einsetzen, erhielt Rockmusiker Peter Maffay, der beim Festabend auch einen musikalischen Ausschnitt aus seiner aktuellen Tour bot.

Maffay, dem der 13-jährige Rollstuhlfahrer Christopher Huber mit einem emotionalen Auftritt für sein Engagement dankte, ermöglicht seit zehn Jahren Kindern, die Opfer von Gewalt, sozial benachteiligt oder behindert sind, mit seiner Stiftung in Kooperation mit der Tabaluga-Kinder-Stiftung Ferienaufenthalte auf Mallorca. (sg/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben