Sport : Bereit für den Tabellenführer

Eisbären siegen 2:1 und feiern achten Sieg in Serie

Claus Vetter

Berlin – Im Gegensatz zur vergangenen Finalserie in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) waren zwischen den Eisbären und den Mannheimer Adlern die Rollen schon vor dem gestrigen Spiel klar verteilt. Im Tableau trennten den Tabellenzweiten aus Berlin und den Neunten aus Baden bereits zwölf Punkte. Überraschend stellten sich die favorisierten Eisbären gestern trotzdem ein wenig ungeschickt an und kamen zu einem eher glücklichen 2:1 (1:0, 0:1, 1:0)-Erfolg. Dieser aber zählt viel: Die Berliner bauten ihre Serie auf acht Siege in Folge aus und wurden von den über 4000 Fans nach der Schlusssirene minutenlang frenetisch gefeiert.

Nach einem Drittel schien bereits alles entschieden – obwohl der Deutsche Meister nach einem schön anzuschauenden Rückhandschuss von André Rankel nur 1:0 führte. Aber die Adler wirkten zu einfallslos und ängstlich, hatten im Anfangsabschnitt gegen die munter aufspielenden Berliner nicht eine gute Torchance. In der Mannheimer Kabine ging es dann in der ersten Pause auch nicht fröhlich zu, was der übertragende Fernsehsender Premiere mit Bildern belegte: Es waren hängende, zum Teil unter Handtüchern versteckte Spielerköpfe zu sehen. Und die Worte von Manager Marcus Kuhl verhießen für den weiteren Spielverlauf nichts Gutes. „Wir sind immer einen Schritt langsamer als der Gegner“, sagte Kuhl.

Trotzdem kamen die Adler etwas selbstbewusster aus der Kabine, auch weil die Eisbären sie nun zu oft mitspielen ließen. Zunächst hatte Mannheim bei einem Pfostenschuss von Blank noch Pech, nach 27 Spielminuten gelang dann dem von Berlins Verteidiger Derron Quint unbedrängten Mannheimer Devin Edgerton der Ausgleich. Nun waren die Berliner auf einmal gefordert. Doch der gute Mannheimer Torwart Frederic Chabot stand den Eisbären lange im Wege – bis ihm dann Florian Busch den Puck doch durch die Schoner schieben konnte. Nach dem Tor zum 2:1 kontrollierten die Berliner das Spiel zwar nicht so souverän wie noch am Dienstag beim 7:3 gegen Krefeld, es reichte aber zu drei weiteren Punkten.

Die Eisbären sind zurzeit neben Ingolstadt das dominierende Team der Liga. Wer das bessere von beiden ist, wird sich nun am Sonntag zeigen, wenn die Berliner zum Spitzenspiel nach Ingolstadt reisen.

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