Sport : Berlin für Köln

Angefeuert von den Alba-Fans besiegt Rhein Energie die Telekom Baskets Bonn 85:76

Benedikt Voigt

Freudig klatschte Stephen Arigbabu, Centerspieler von Rhein Energie Cologne, einen Berliner Fan ab und sagte: „Aber morgen auch!“ Nein, antwortete dieser lachend. Das war ein bisschen zu viel verlangt, dass er auch im heutigen Pokalfinale zwischen Alba Berlin und Rhein Energie Cologne die Kölner anfeuern würde. Beim 85:76 (43:41)-Erfolg der Kölner im gestrigen Halbfinale über die Telekom Baskets Bonn hatte die Liaison zwischen Berliner und Kölner Fans allerdings Bestand. „Das hat uns einen emotionalen Auftrieb gegeben, der uns sehr geholfen hat“, sagte Kölns Trainer Stephan Baeck.

Mit Geert Hammink, Vladimir Bogojevic, Stephen Arigbabu, Drazan Tomic und Sasa Obradovic boten die Kölner vor 7000 Zuschauern fünf ehemalige Berliner auf. Aufbauspieler Obradovic war es auch, der mit 23 Punkten bester Spieler einer dramatischen und hochklassigen Halbfinalpartie war. Doch es hatte lange gedauert, bis Köln sich durchgesetzt hatte. Erst als Sasa Obradovic 90 Sekunden vor dem Ende die Kölner 79:74 in Führung brachte, hatte Baecks Team das Spiel entschieden. Bis dahin hatte sich kein Team entscheidend absetzen können. Fünf Minuten vor dem Ende hatte Bonn noch mit drei Punkten geführt, doch in der Schlussphase leisteten sich die Bonner Spieler vor 1000 mitgereisten Fans zu viele Ballverluste. „Ich habe das Gefühl, als ob wir uns selber geschlagen hätten“, sagte Bonns Terence Rechner.

So hat Köln, das in der Bundesliga diese Saison beide Spiele gegen Alba gewann, heute die Chance, sich den ersten Titel der Vereinsgeschichte zu sichern. Das kräftezehrende Spiel gegen Bonn empfindet Kölns Trainer nicht als Nachteil. „Wir haben jetzt ein emotionales Hoch“, sagte Baeck, „wir müssen diesen Spaß in das Spiel mitnehmen“. Auf die Berliner Fans jedoch muss er verzichten.

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