Sport : Berlin ist nur Zaungast. Köln, Hannover und Nürnberg stellen die Schauplätze

Thomas Lipinski

Die Weltmeisterschaft 2001 in Deutschland soll ein Eishockey-Spektakel in den modernsten Hallen Europas werden. Die High-Tech-Arenen in Köln sowie in Hannover und Nürnberg, wo derzeit noch gebaut wird, wählte der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) als Schauplätze des Turniers vom 28. April bis 13. Mai 2001 aus. "Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die WM in Europas modernsten Arenen ausgetragen wird", erklärte DEB Sportdirektor Franz Reindl in Hannover.

Die Entscheidung zu Gunsten der niedersächsischen Landeshauptstadt mit der 12 000 Zuschauer fassenden Expo-Arena, in der insgesamt 22 Spiele - darunter das Finale am 13. Mai - stattfinden werden, hatte der DEB bereits vor drei Wochen verkündet. Die Kölnarena (18 000), in der am 28. April Gastgeber Deutschland und die Schweiz das Eröffnungsspiel bestreiten, erhielt ebenso erwartungsgemäß den Zuschlag wie die Nürnberg-Arena, die derzeit in der Nähe des Frankenstadions errichtet und 8500 Fans Platz bieten wird.

"Ausschlaggebend war der Wunsch, in hochmodernen Hallen zu spielen und damit Deutschland weltweit zu repräsentieren", erläuterte DEB-Präsident Rainer Gossmann die Wahl. Auf der Strecke blieben die Dortmunder Westfalenhalle und die Münchner Olympiahalle, die zwar beide WM-erprobt, aber nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik sind. Berlin hatte sich entgegen der Vorgabe nur mündlich beworben. Zudem konnte wegen des noch nicht geklärten Umbaus der Deutschlandhalle keine verbindliche Zusage gegeben werden.

Das deutsche Team, als Ausrichter automatisch qualifiziert, tritt nach dem Auftaktmatch am 29. April ein zweites Mal in Köln an - gegen den amtierenden Weltmeister und Olympiasieger Tschechien. Ihr drittes Gruppenspiel bestreitet die Mannschaft von Bundestrainer Hans Zach am 2. Mai in Hannover gegen Weißrussland. "Wir wollen durch die WM im eigenen Land den Eishockeysport aus dem Tal der Tränen führen", erklärte Reindl.

Bei der Zuordnung der Vierergruppen der Vorrunde zu den Spielorten wurde auf die WM-Geografie Rücksicht genommen. Tschechien, die Slowakei und Österreich tragen beispielsweise die Mehrzahl ihrer Partien in Nürnberg aus, damit möglichst viele Fans ihre Stars live erleben können.

Bei der Pressekonferenz gab der DEB zudem bekannt, dass ab 2000 der Deutschland-Cup für fünf Jahre an Hannover vergeben wurde.

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