Sport : Berlin-Marathon: Startnummern gehen aus

Jörg Wenig

Zuerst hatten die Veranstalter des Berlin-Marthons den Start der Olympiasiegerin Naoko Takahashi (Japan) bekannt gegeben, dann veröffentlichten sie wenige Stunden später bei einer Pressekonferenz Zahlen. Und die zeigen bereits jetzt, dass die Veranstaltung am 30. September, die vom Tagesspiegel präsentiert wird, wiederum neue Rekorde verzeichnen wird.

Schon jetzt liegen dem SCC für den größten deutschen Marathon 27 387 Meldungen aus 71 Nationen vor. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es zu dieser Zeit 15 271. Am Ende starteten 34 090 Läufer und Inline-Skater sowie einige Walker und Rollstuhlfahrer. Locker könnte der SCC weit über 40 000 Meldungen für das Rennen sammeln, das zu den prestigeträchtigsten Marathonläufen weltweit zählt. Doch es gibt im Gegensatz zu früheren Zeiten, als noch am Abend vor dem Start die letzten Nummern vergeben wurden, Limits: Jenes der Inline-Skater liegt bei 6000 und ist bereits ausgeschöpft. "Wer sich trotzdem anmeldet, erhält einen Brief zurück und wird mit der Bitte, sich nächstes Jahr früher zu melden, auf das kommende Jahr vertröstet", erklärt Cheforganisator Horst Milde. Bei den Läufern ist es noch nicht so weit. Wer allerdings mit der Meldung bis nach den Sommerferien wartet, der könnte eine Enttäuschung erleben. Nur noch rund 8500 Meldungen fehlen zurzeit zum Limit der 30 000 Läufer.

Rekordgröße hat auch das Budget des Laufklassikers angenommen, das erstmals deutlich größer ist als das des Istaf. Es beträgt inzwischen 5,4 Millionen Mark und ist damit um eine Million höher als noch vor einem Jahr. Die höheren Teilnehmerzahlen, neue beziehungsweise verlängerte Sponsorenverträge sowie die erfolgreiche eigene Vermarktung erklären den Zuwachs.

An internationaler Reputation hat der Berlin-Marathon in diesem Jahr schon vor dem Start gewonnen. Dafür sorgt alleine Olympiasiegerin Naoko Takahashi, die ihren ersten Marathon nach Sydney und ihren einzigen in diesem Jahr in Berlin laufen wird. Um die Live-Übertragung des Rennens nach Japan bewerben sich mehrere Fernsehanstalten. Dort wird mit enorm hohen Einschaltquoten gerechnet. Über die Ambitionen von Naoko Takahashi auf der schnellen Berliner Strecke wurde zwar nicht gesprochen, doch es gilt als sicher, dass sie am 30. September als erste Frau den Marathon unter 2:20 Stunden laufen möchte. Die Weltbestzeit hatte Tegla Loroupe (Kenia) 1999 in Berlin aufgestellt (2:20,43).

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