Berlin Volleys : Erst mal auf Tournee

Die Berlin Volleys gastieren nach der Saisoneröffnung am Dienstagabend erst wieder im Dezember in der heimischen Max-Schmeling-Halle.

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Stimmungspause bei den Volleys: Solche Bilder wird es in den kommenden zwei Monaten nicht aus der heimischen Max-Schmeling-Halle geben.
Stimmungspause bei den Volleys: Solche Bilder wird es in den kommenden zwei Monaten nicht aus der heimischen Max-Schmeling-Halle...Foto: Imago

Es ist ärgerlich für die BR Volleys, aber es ist zumindest einmal auch ein gutes Werbeargument: Zuschauer, wenn ihr Spitzenvolleyball sehen wollt, besucht das erste Heimspiel am Dienstag (19.30 Uhr) gegen Haching in der Max-Schmeling-Halle! Diese Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder, genauer gesagt, sie kommt in den nächsten knapp zwei Monaten überhaupt nicht mehr. Weil das erste Heimspiel für lange Zeit auch das einzige bleiben wird.

Doch nicht nur aufgrund der Terminschwierigkeiten der BR Volleys in der Max-Schmeling-Halle (der Tagesspiegel berichtete) kommt dem Saisonauftakt am Dienstag eine besondere Bedeutung zu. Die Partie ist auch zum offiziellen Saisonauftakt der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) auserkoren worden, was die Zuschauer an einer kleinen Eröffnungsshow in der Halle erkennen werden. „Eine große Ehre für uns“, findet Volleys-Manager Kaweh Niroomand. Und daran, dass gleich zu Saisonbeginn der Meister aus Berlin auf den Pokalsieger aus Haching trifft. Was das erste Saisonspiel auch zu einer sportlichen Standortbestimmung für die Berliner macht.

„Haching ist sehr stark“, sagt Volleys-Trainer Mark Lebedew, „das werden wir am Dienstag sehen.“ Das Team aus dem südlichen Landkreis München bietet fünf aktuelle deutsche Nationalspieler auf, darunter die Zugänge Marcus Böhme, Sebastian Schwarz und Ferdinand Tille. „Wir haben auch mit Marcus Böhme gesprochen, doch er wollte erst im Ausland bleiben“, sagt Volleys-Manager Kaweh Niroomand. „Ich weiß nicht, was passiert ist, aber nun haben wir am Dienstag die Freude, ihn auf der anderen Seite des Netzes begrüßen zu dürfen.“ Allein finanzielle Argumente dürften nicht den Ausschlag gegeben haben, um den ehemaligen Berliner nach München zu locken. „Wir müssen mit einem deutlich geringeren Budget wirtschaften als im Vorjahr“, sagt Hachings Trainer Mihai Paduretu. Auch wird der Namenssponsor „Generali“ nach dieser Saison aussteigen. „Es ist jetzt das Wichtigste, einen neuen Hauptsponsor zu finden“, sagt der Trainer der Oberbayern. Die Ziele der Hachinger bleiben aber zumindest in dieser Saison ehrgeizig. Mihai Paduretu sagt: „Wir wollen oben mitspielen.“

Der einzige Neue. Srecko Lisinac (r.) verstärkt die Berlin Volleys. Foto: dpa
Der einzige Neue. Srecko Lisinac (r.) verstärkt die Berlin Volleys. Foto: dpaFoto: AFP

An Böhmes Stelle haben die Volleys nun den 21 Jahre alten Serben Srecko Lisinac als Mittelblocker verpflichtet. Dieser spielte bis zuletzt bei der U-23-WM und stößt erst in dieser Woche zu den Volleys. Kein Problem, findet der Berliner Trainer. „Mittelblocker ist keine Position, die von vielen abhängig ist“, erklärt Mark Lebedew, „wenn er in guter Form ist, wird er sofort gut sein.“ Der Serbe ist der einzige echte Zugang der Berliner, hinzu kommen Florian Hecht und Ruben Schott aus dem eigenen Nachwuchs. „Sie haben im Training einen guten Eindruck hinterlassen, sie werden uns in der Saison sicherlich helfen“, sagt Mark Lebedew.

Wie sehr, das werden die Berliner Fans nach dem Spiel am Dienstag erst wieder am 7. Dezember zu sehen bekommen. In der Zwischenzeit machen es die Volleys wie eine gute Showtruppe – und begeben sich auf eine fast zweimonatige Auswärtstournee.

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