Sport : Berlin zwei, Düsseldorf null – Eisbären besiegen die DEG 5:2

Ron Ulrich

Berlin - Hertha legte vor, die Eisbären nach. Nachdem die Fußballer im Duell mit Fortuna Düsseldorf am Sonntag Nachmittag die Oberhand behielten, besiegten auch die Eisbären in der deutschen Eishockey-Liga (DEL) die Düsseldorfer EG am Abend mit 5:2 (0:0, 2:2, 3:0). 13 900 Zuschauer sahen eine hart umkämpfte Partie, in der die Eisbären gerade zum Ende hin den längeren Atem hatten.

Schon eine Viertelstunde vor Spielbeginn feierten die Fans Sven Felski. Der Routinier bestritt sein 850. DEL-Spiel. Dazu beorderte Trainer Don Jackson ihn von der Defensive wieder auf die von ihm geliebte Position im Sturm. Auf einen anderen Gast auf dem Eis waren die Zuschauer weniger gut zu sprechen: Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit wurde mit Pfiffen bedacht, als er das Benefizspiel zugunsten der deutschen Tafeln mit einem Ehrenbully eröffnete.

Mit dem Spielbeginn sollte die Zeit der Wohltätigkeiten vorbei sein. Schließlich trafen die Eisbären auf einen Verfolger in der Spitzengruppe. Dementsprechend eng gestaltete sich das Spiel im ersten Drittel, Torchancen hatten Seltenheitswert. So blieb unter dem Strich, dass die Eisbären zwar weniger Chancen als noch am Freitag gegen Köln besaßen, dafür im Aufbau konzentrierter und mit weniger Stockfehlern begannen. Steve Walker resümierte: „Es ist das erwartet schwere Spiel, wir müssen jetzt dran bleiben.“

Und wie sie das taten: Das zweite Drittel eröffneten die Eisbären effektvoll. Florian Busch verwertete einen Abpraller per Rückhandstoß zum 1:0 in der 21. Minute. Auftrieb gab dies den Eisbären nicht, viel zu viel Raum ließen sie den Gästen in der Folge. Drei Minuten nach der Führung standen die Berliner nur Spalier, als Rob Collins seinen Sololauf ungehindert zum Ausgleich für die DEG abschloss. Dann bediente jener Collins halbrechts vor dem Eisbären-Tor Patrick Reimer, der Rob Zepp keine Chance ließ – 1:2. Das Spiel war gedreht, den Hausherren blieb der Mund offen stehen und Düsseldorf stellte hinten zu. Bis Constantin Braun in der 38. Minute eine Lücke fand: Mit einem Distanzschuss von der blauen Linie pfefferte er Berlin ins Spiel zurück.

Das dritte Drittel wurde wie schon 48 Stunden zuvor gegen die Haie zur Eisbären-Zeit. Kaltschnäuzig nutzten sie in Person von Denis Pederson einen Fehler des Gäste-Goalies Austin. Frank Hördler erhöhte nach einer Kombination über Alex Weiß und Felski auf 4:2, 20 Sekunden vor Schluss setzte Jens Baxmann den Schlusspunkt zum 5:2. Düsseldorf konnte im letzten Drittel nichts mehr zusetzen, die Eisbären haben nun neun Punkte Vorsprung auf die DEG. Ron Ulrich

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