Berliner Fußball-Erfolg : 1. FC Union steigt in die Zweite Liga auf

Der 1. FC Union steigt in die Zweite Liga auf. Im Heimspiel gegen Jahn Regensburg sichern sich die Berliner durch ein 2:0 drei Spieltage vor Saisonende den vorzeitigen Aufstieg.

Katrin Schulze
Union
Aufstieg in die 2. Bundesliga. Fans des 1. FC Union Berlin in Feierlaune. -Foto: ddp

Lange genug musste der 1. FC Union warten. Zweimal hatte der Fußball-Drittligist vor der Partie gegen Regensburg schon die Chance vergeben, sich vorzeitig den Aufstieg in die Zweite Liga zu sichern. Vielleicht fiel die Freude über das Erreichte gestern deshalb nach dem 2:0 (0:0)-Sieg über Jahn Regensburg noch etwas ausgiebiger aus. Nach dem Schlusspfiff, als klar war, dass sich die Berliner bereits vier Spieltage vor dem Saisonende den vorzeitigen Aufstieg sicherten, gab es jedenfalls kein Halten mehr. Nicht bei den Spielern. Und schon gar nicht bei den Anhängern der Köpenicker.

Unaufhaltsam strömten die Fans auf das Spielfeld und feierten unter Bierregen und Jubelschreien ihre Mannschaft. Immer wieder stimmten sie das Lied „Oh wie ist das schön“ an und ließen bald schon nicht mehr erkennen, dass noch kurz zuvor auf dem Rasen Fußball gespielt wurde. In einheitlichem Weiß-Rot kleideten sie ihre Ausweichquartier. Dass Union so eine ausschweifende Party - erst im Jahnsportpark und später in der Heimat An der Alten Försterei - schmeißen durfte, verdankten die Berliner Macchambes Younga-Mouhani und Karim Benyamina, die die Tore erzielten.

Dabei hatten die Gastgeber zu Beginn die Geduld ihrer Anhänger ein weiteres Mal getestet - ein Treffer wollte zunächst einfach nicht gelingen. „Der letzte Schritt ist immer der schwerste“, hatte Trainer Uwe Neuhaus vor der Partie gesagt. Und ahnte dabei wohl nicht, wie Recht er damit behalten sollte. Zwar bestimmte Union von Anfang an die Partie, wusste aber mit den Chancen lange nicht viel anzufangen. So scheiterte Shergo Biran, der im Angriff erneut neben Kenan Sahin aufgeboten wurde, bereits in der vierten Minute aus kurzer Distanz an Regensburgs Torhüter Rouven Sattelmaier. Zehn Minuten später machte es Biran gar noch schlechter, als er eine schöne Flanke von Michael Bemben allein vor dem Tor stehend nicht verwerten konnte - sein Flugkopfball landete erneut in den Händen von Sattelmaier.

Es wirkte anfangs, als läge die Möglichkeit, den Aufstieg mit einem Sieg festzumachen zu können, wie eine Last auf den Spielern: Ungenaue Pässe und Fehltritte dokumentierten die Schwäche der Berliner. Dabei hatten sie Glück, dass ihr Torhüter Jan Glinker einen Schuss von Moses Bambara beim zweiten Versuch doch noch festhalten konnte. Ansonsten brachten auch die Regensburger in der ersten Hälfte nicht viel zustande, so dass die 9487 Zuschauern im Jahnsportpark sich mit einer Begegnung auf mäßigem Niveau zufrieden geben mussten.

Auf den Rängen taten die ersten Fans schon Unmutbekundungen mit, die in der zweiten Halbzeit jedoch nur noch in tosenden Jubel übergingen, als Younga-Mouhani endlich das 1:0 schoss. Nachdem ein Kopfball von Shergo Biran nur an der Latte gelandet war, traf der defensive Mittelfeldspieler im Nachschuss. Der Treffer wirkte aufseiten der Köpenicker wie eine Erlösung, denn danach spielten sie gekonnt und druckvoll auf - und waren dabei auch effektiv: Der eingewechselte Karim Benyamina überwand den gegnerischen Torhüter nach einer sehenswerten Einzelaktion. Und initiierte damit die Feierlichkeitsvorbeiterungen.

Bis weit in die Nacht hinein sollten die Köpenicker in Berlin feuchtfröhlich feiern.

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