Berliner Fussball : Wenn die Spitze wechselt

Uwe Leuschner wechselt von Türkiyemspor zum 1. FC Union. Einen neuen Hauptsponsor bringt er gleich mit. Am Donnerstag wird der neue Sponsor vorgestellt

Matthias Koch

Schon der Wechsel seines Trainers dürfte den Regionalligisten Türkiyemspor Berlin schmerzen. Uwe Erkenbrecher verlängerte seinen Vertrag trotz des nachträglichen Klassenerhaltes nicht, weil der 54-Jährige vom Konzept des Vereins nicht überzeugt ist. Noch mehr wehtun aber dürfte der Rücktritt des Vizepräsidenten Uwe Leuschner nach nur sechs Monaten Amtszeit. Denn Leuschner zieht einfach weiter zum Stadtkonkurrenten 1. FC Union.

Beim Zweitligisten erhält der 48-jährige Speditions- und Logistikunternehmer auf Anhieb einen Posten im Aufsichts- oder Wirtschaftsrat. Diese Ehre kommt nicht von ungefähr. Leuschner hat den Kontakt zum neuen Hauptsponsor der Köpenicker hergestellt, der heute vorgestellt wird. Leuschner ist seit Jahren mit Union-Präsident Dirk Zingler befreundet. „Union hat lange einen Sponsor gesucht und nun für die nächsten Jahre eine gute Lösung gefunden“, sagt Leuschner. „Ich werde so etwas wie der Koordinator zwischen Verein und Sponsor sein.“

Der Name des neuen Gönners soll erst in der heutigen Pressekonferenz bekannt gegeben werden. Trotz seiner guten Russlandkontakte werde es aber keinesfalls Gazprom sein, sagt Leuschner. Gehandelt wurden zuletzt auch ein Möbelunternehmen oder ein Sponsor aus Dubai.

Fest steht, dass die Brust des 1. FC Union nach dem Zweitligaaufstieg teurer als zuletzt 200 000 Euro geworden ist. Das Angebot eines Berliner Möbelunternehmens über 600 000 Euro soll Union abgelehnt haben. Es dürfte also noch ein bisschen mehr sein. Angesichts der Freundschaftsspiele gegen Hertha BSC am 8. Juli, Schalke 04 am 25. Juli und Bayern München am 26. August im modernisierten Stadion An der Alten Försterei ist das ein Top-Zuschlag, von dem beide Seiten profitieren.

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