Berliner Halbmarathon : Auf zu neuen Rekorden

Am Sonntag startet der 33. Berliner Halbmarathon. Im Vorfeld beschäftigen sich Favoriten wie Otto-Normal-Läufer mit den Witterungsbedingungen - und der optimalen Laufkleidung für die prognostizierten Temperaturen.

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Die Kenianerin Philes Ongori posiert für den Berliner Halbmarathon mit Anna Hahner (l.), Deutschlands Läuferin des Jahres 2012.
Die Kenianerin Philes Ongori posiert für den Berliner Halbmarathon mit Anna Hahner (l.), Deutschlands Läuferin des Jahres 2012.Foto: dpa

Philes Ongori schüttelt sich. Die kleine zierliche Frau ist direkt aus Kenia angereist. Und nun steht die Siegerin des Berliner Halbmarathons aus dem Vorjahr dort vorne bei der Pressekonferenz und kann sich an die 22 Grad Celsius in ihrer Heimat kaum noch erinnern. „Es ist wirklich sehr kalt in Berlin“, sagt die abermals als Favoritin gehandelte Ongori.

Was soll ich anziehen? Das wird wohl die zentrale Frage sein am kommenden Sonntagmorgen, die sich die 32.024 Teilnehmer des 33. Berliner Halbmarathons stellen müssen. Die Spitzenläufer, natürlich, sie werden in kurzer Laufkleidung an den Start gehen. Und der Otto-Normal-Läufer? Dem rät der Veranstalter, zumindest den Oberkörper windresistent zu bekleiden, unten herum sei es dann fast egal, ob kurz, dreiviertel oder lang. Vorhergesagt für Sonntag ist leichter Wind aus Nordwest, hinzu könnten vereinzelt Schneeflocken kommen, die Rennleitung spricht bei erwarteten 6 Grad Celsius tagsüber von guten Bedingungen.

Kenneth Kipkemoi, wie Onguri aus Kenia angereist und einer der Favoriten bei den Männern, hat weniger Probleme mit der Kälte als seine Kollegin. „Für mich ist das gut“, sagt er und seine Augen leuchten. Der 28-Jährige hat sich großes vorgenommen für seinen Lauf am Sonntag und nicht weniger als den Streckenrekord (58:56 Minuten) im Blick. Kipkemoi hofft dabei auf die starke Besetzung der Spitzengruppe. Bei den Männern gehen fünf Läufer an den Start, deren Bestzeit jeweils unter einer Stunde liegt. Von den zwei Tempomachern, die der Veranstalter engagiert hat, wünscht sich der Kenianer eine Durchgangszeit von 27:51 Minuten bei zehn Kilometern.

Die Vorbereitungen für eine einwandfreie Laufstrecke beginnen für die 2600 Helfer Sonntagmorgen um vier Uhr. Mit der flachen, weltrekordträchtigen Streckenführung ist Renndirektor Mark Milde zufrieden. Nur die „gefühlt hundert Schlaglöcher“ müssten noch ausgebessert oder zumindest gesichert werden. „Wir werden bis zum Startschuss noch einige Eimer Kaltasphalt verbrauchen“, sagt Milde.

Auch an den Startzeiten wurde noch einmal nachgebessert. „In Berlin wird sich wohl niemand beschweren, dass wir den Start 40 Minuten nach hinten verschoben haben“, so die Rennleitung. Für die erwarteten 200.000 Besucher an der Strecke: Start für die Inliner wird erst um 9.30 Uhr sein, für Rollis und Handbiker um 9.55 Uhr und für die Läufer um 10.05 Uhr. „Um 11 Uhr erwarten wir euch im Ziel“, sagt Milde dann und blickt zu Philes Ongori. Und mittlerweile scheint die Keniarin aufgetaut im kalten Berlin. „Ich versuche, den Streckenrekord zu knacken“, sagt sie und lacht.

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