Sport : Berliner Sport im Blickpunkt: Der Gegner muss getröstet werden

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Bob Murdoch, Trainer der Nürnberg Ice Tigers, war nach dem Gastspiel beim Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) sichtlich enttäuscht. "Outworked, outskated, outhustled", hätten die Capitals sein Team, sagte der Kanadier. Härter gearbeitet, schneller gelaufen und besser gerempelt als der Gegner - dies meinte der Trainer aus Nürnberg in etwa. Und was sich nicht ohne Verluste so schön im Deutschen formulieren lässt, traf bei der Partie am Freitag in der Eissporthalle an der Jafféstraße den Kern: Beim 4:1 gegen die Ice Tigers boten die Capitals auch im vierten Spiel unter ihrem neuen Trainer Chris Valentine eine überzeugende Vorstellung.

Dies war um so erstaunlicher, als die kreative Abteilung der Berliner durch den Ausfall von Heinz Ehlers bereits im ersten Drittel geschwächt wurde. Der Däne hatte einen Schuss auf die Verse bekommen - genau auf die Stelle, wo er bereits zweimal operiert wurde. Gestern konnte Ehlers nicht trainieren, beim heutigen Spiel der Capitals in Oberhausen ist sein Einsatz fraglich. Angesichts der vielen Ausfälle im Offensivbereich - neben Ehlers sind Gross und Couturier verletzt, fehlt zudem der gesperrte Sjögren - wird Valentine bei den Revier Löwen erstmals in seiner Berliner Amtszeit nur mit drei Sturmreihen agieren lassen. Der heutige Gegner sei nicht zu unterschätzen, meint der Capitals-Trainer. Zuletzt konnten die Oberhausener mit Siegen gegen Köln und Krefeld überraschen. "Da hat man die spielen lassen", sagt Valentine, "wir dürfen nicht den Fehler machen, den Revier Löwen zu viel Raum für ihre Kombinationen zu lassen."

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