Sport : Berliner Teams stehen vor keinen leichten Aufgaben

Claus Vetter

Zum Saisonauftakt stehen die beiden Berliner Teams aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) vor keinen leichten Aufgaben. Die Capitals empfangen heute (19.30 Uhr, Eissporthalle Jafféstraße) den hochgewetteten Liga-Neuling München Barons, die Eisbären müssen bei denen für ihre recht robuste Spielweise bekannten Hannover Scorpions antreten.

Alle Ergebnisse aus den Vorbereitungsspielen sind von heute an Muster ohne Wert. Dies gilt auch für die Berlin Capitals, die immerhin fünf von sieben Testspielen als Sieger beenden konnten. Michael Komma, der am Sonntag nach der plötzlichen Demission von Dale McCourt zum neuen Cheftrainer ernannt wurde, kann heute auf fast alle seine Spieler zurückgreifen. Lediglich auf Stürmer Rob Guillet (Knieverletzung) wird Komma noch verzichten müssen. Der Kanadier wird erst zum nächsten Heimspiel gegen die Mannheimer Adler wieder einsatzbereit sein. Gestern einigte sich der bisherige Assistenztrainer Komma per Handschlag mit dem Capitals-Manager Roger Wittmann über den neuen Vertrag. Laut Wittmann läuft der mit dem Chefstatus versehene Kontrakt bis Ende der Saison.

Ein wenig außer Tritt präsentierten sich die Eisbären am letzten Wochenende beim Agrippina-Cup im Sportforum Hohenschönhausen. Zwei Niederlagen setzte es in den letzten beiden Testspielen, allerdings gegen die international hochklassigen Gegner Leksands IF und Ilves Tampere. Im Mellendorfer "Icehouse" erwartet die Berliner heute zwar kein Team mit hoher Spielkultur, dafür aber eine Mannschaft, die nicht unbedingt das körperlose Spiel bevorzugt. Eher das Gegenteil: Die Scorpions pflegen ganz entschieden zur Sache zu gehen. Peter John Lee sieht das anders. "Die Scorpions haben ein besseres Team als letzes Jahr, da sind nicht mehr so viele Leute drin, die Eishockey mit Boxen verwechseln", sagt der Eisbären-Trainer. Und außerdem sollten sich seine Spieler auch nicht so leicht provozieren lassen. "Prügeleien sind eine Sache, die mir nicht gefällt, das hat nichts mit gesunder Härte zu tun."

Auf die verletzten Stürmer Rob Murphy und Peter Hammarström wird Lee heute noch verzichten müssen, womit dem Eisbären-Trainer insgesamt nur elf Offensivkräfte zur Verfügung stehen. Es sei daher nicht ausgeschlossen, dass einer der sieben Verteidiger im Sturm aufläuft, meint Lee. Im Tor wird der neue Keeper der Eisbären, der Tscheche Jaroslav Kames, den Vorzug vor Udo Döhler erhalten.

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