5:1-Sieg in Bischmisheim : EBT erneut Meister im Badminton

Die SG Empor Brandenburger Tor - kurz EBT - ist erneut Deutscher Meister im Badminton. Im Finale siegten die Berliner überraschend deutlich beim favorisierten 1. BC Bischmisheim.

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Saarbrücken - Jahrelang hatten sich die Badmintonspieler von Empor Brandenburger Tor vergeblich um ihre erste Deutsche Meisterschaft bemüht – bis im Vorjahr endlich der Titelgewinn gelang. Am gestrigen Samstag wiederholten die Berliner ihren Erfolg und siegten im Finale beim 1. BC Bischmisheim im Saarland unerwartet deutlich mit 5:1. „Wir sind Meister! Wahnsinn! Zwischendurch war mir für Momente schon mal der Glaube daran abhanden gekommen, aber irgendwie habe ich es immer gewusst“, jubelte EBT-Manager Manfred Kehrberg.

Die Saison 2011/12 war für Empor kompliziert. Ein paar personelle Veränderungen, ein paar Verletzungen, selten Bestbesetzung, weil die Mehrzahl der Akteure noch in versuchten Olympiaqualifikationen für London steckte. EBT wurde nur Dritter der Hauptrunde. Bischmisheim hatte sich als Erster direkt für das Endspiel qualifiziert und damit Heimrecht. Die Berliner mussten in einem Pre-Play-off-Halbfinale beim Zweiten Bonn-Beuel antreten, wo sie vor einer Woche 4:2 gewannen.

Im Endspiel in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle gab es drei Spiele, die die Berliner mit 2:0-Sätzen für sich entscheiden konnten (Damen-Doppel, Damen-Einzel, zweites Herren-Einzel). Dann holte sich der Malaysier Wong Choon Han den ersten Satz in seinem Match – von da an durfte gefeiert werden! Denn bei 3:1-Zwischen- und entsprechendem Satzstand wären die Gäste auch bei Niederlagen in den beiden noch laufenden Partien nicht mehr einzuholen. Dass EBT auch noch diese Matches gewann (Mixed und ein Herren-Einzel), machte das Glück perfekt.

Juliane Schenk, die Niederländerin Lotte Jonathans, die Männer um Wong Choon Han, Kenneth Jonassen und Robert Blair genossen es dementsprechend. „Wir haben bewiesen, dass die erste Meisterschaft kein Zufall war, sondern dass EBT ein echter Champion ist“, sagte Kehrberg, der sich nun auf die Auftritte seiner für London qualifizierten Spieler freut. Klaus Weise

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