Alba Berlin : Der Kopf ist nicht frei

Alba trifft auf Braunschweig und denkt an Bilbao.

von und Kevin Bornfleth
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Immer noch erschüttert. Julius Jenkins reiste nicht mit nach Braunschweig. Foto: Heinrich

Berlin - Eine Woche bleibt Alba Berlins Basketballern noch Zeit, um sich auf eines der wichtigsten Wochenenden der Vereinsgeschichte vorzubereiten. Eigentlich könnten die Berliner das heutige Bundesligaspiel in Braunschweig als gute Vorbereitung auf das Eurocup-Final-Four nutzen – allerdings wird dann in Vitoria vielleicht eine ganz andere Alba-Mannschaft auf dem Feld stehen. Kapitän Julius Jenkins reiste nicht mit nach Braunschweig, für Jurica Golemac kommt ein Einsatz wohl noch zu früh.

„Julius ist noch nicht wieder fit, ihm wird immer noch schwindelig“, sagt Albas Sportdirektor Henning Harnisch über Jenkins, der immer noch an den Folgen einer Gehirnerschütterung leidet. Am Freitag hatte sich Jenkins einer erneuten Untersuchung bei einem Neurologen unterzogen, die Diagnose ergab „nichts Schlimmes“, wie Harnisch sagt, aber eben auch keine deutliche Verbesserung. Immerhin ist der Handbruch von Power Forward Golemac nach rund sechs Wochen Pause verheilt, seit Dienstag trainiert er wieder mit der Mannschaft. „Es wäre wertvoll für uns, wenn er heute spielt“, sagt Harnisch. „Das wäre der letzte Schritt für ihn.“ Jenkins und Golemac stehen normalerweise in der Startformation der Berliner, die die beiden Ausfälle im Eurocup-Viertelfinale gegen Hapoel Jerusalem aber gut kompensieren konnten.

Für Alba geht es heute darum, ein weiteres Spiel ohne die beiden Leistungsträger wegzustecken und erst dann den Blick auf den Eurocup-Gegner Bilbao zu wenden. „Wir haben diesmal kein Spiel unter der Woche und können den Kopf ein bisschen frei bekommen“, sagt Aufbauspieler Steffen Hamann. Zugute kommt Alba in dieser Hinsicht, dass das Team die Pokal-Endrunde in Frankfurt am Main verpasste und so nur ein Spiel an diesem Wochenende absolvieren muss.

Albas heutiger Gegner war hervorragend in die Bundesligasaison gestartet, hatte in den vergangenen Monaten mit Verletzungen und Leistungsschwankungen zu kämpfen. Zuletzt lief es für die Mannschaft von Trainer Sebastian Machowski – einem ehemaligen Alba-Spieler – jedoch wieder besser: Von den letzten elf Partien verloren die Braunschweiger nur zwei, gegen Meister Oldenburg und Vizemeister Bonn. Als aktueller Tabellenachter kämpft Braunschweig noch darum, sich für die Play-offs zu qualifizieren. Sollten Alba und Braunschweig beide ihre Positionen halten, würden sich die Teams Anfang Mai in der ersten Play-off-Runde wiedersehen. Auch deswegen will sich Luka Pavicevic am Sonntag keine Blöße geben, Albas Trainer beharrt: „Jetzt denken wir an Braunschweig – und nicht an Bilbao.“

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