Alba: Drei Spiele in sieben Tagen : Der Luxus ist vorbei

Für Alba beginnen am Samstagabend in Ulm wichtige Wochen. Die Mehrfachbelastung in Liga und Eurocup wird nicht nur über Albas Form Auskunft geben – auch die Kraftverhältnisse in der Bundesliga werden sich klarer gestalten.

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Vier Spiele, vier Siege, Alba Berlins Basketballer liegen in der Bundesliga bisher im Soll. Doch wie stark die neu zusammengestellte Mannschaft tatsächlich ist, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen. Mit dem heutigen Auswärtsspiel beim Tabellen-15. Ulm (19 Uhr) endet für Alba der Luxus, nur einmal pro Woche spielen zu müssen. Mit den beiden Heimspielen gegen Trier am Dienstag und Düsseldorf am Freitag treten die Berliner dreimal in sieben Tagen an, in der folgenden Woche startet der Vorjahresfinalist in den Eurocup. Aber nicht nur über Albas Form werden die nächsten Spiele Auskunft geben – auch die Kraftverhältnisse in der Bundesliga werden sich klarer gestalten.

„Die Saison ist bisher davon gekennzeichnet, dass die meisten Teams viel verändert haben“, sagt Albas Trainer Pavicevic. „Entweder die Mannschaft oder den Trainer – und damit das ganze Konzept.“ Der Saisonbeginn habe gezeigt, dass viele Bundesligisten noch Probleme haben. Pavicevic glaubt, dass es vielleicht sogar die ganze Hinrunde dauern wird, bis diese Mannschaften ihre Struktur und Identität gefunden haben. „Die Teams, die zusammen geblieben sind, wirken stabiler“, sagt der 42-Jährige. An der Tabellenspitze stehen die Baskets Bamberg, der Meister und Pokalsieger hat seinen Kader nur minimal verändert. Auch Finalist Frankfurt hat mit fünf Siegen in sieben Spielen bislang überzeugt. Große Probleme haben hingegen die Baskets Bonn, bei denen Alba 82:62 gewann und die sich nach einem schwachen Start auf Rang elf wiederfinden. „Bonn hat viele neue Spieler, dazu kommen Verletzungsprobleme“, sagt Bryce Taylor, der im Sommer von den Baskets nach Berlin wechselte. „Deswegen brauchen sie noch Zeit, um sich als Team zu finden.“

Diesem Problem sah sich auch Pavicevic zu Saisonbeginn gegenüber, mittlerweile ist der kritische Coach aber schon etwas zufriedener mit seiner Mannschaft. „In den vergangenen drei Wochen haben wir etwas von der Vorbereitung nachholen können, die wir wegen der Europaliga-Qualifikation verpasst haben“, sagt Pavicevic. „In der gesamten vergangenen Saison hatten wir keine einzige Woche, in der wir nur trainieren konnten – von September bis April.“

Albas serbischer Power Forward Tadija Dragicevic hat erst vier Bundesligaspiele für die Berliner bestritten. Den Kern seines Berufs auf nationaler Ebene hat er aber bereits begriffen. „Die etwas schlechteren Mannschaften haben gegen Alba nichts zu verlieren“, sagt Dragicevic. „Das macht es schwer für uns.“

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