Auf die Plätze : Der Ball rollt wieder in Berlin

Nach zahlreichen Spielabsagen und Spielen auf schneebedeckten Plätzen ist die Rückrunde im Berliner Amateurfußball nun endgültig in vollem Gange. Wir sind auch in diesem Jahr dabei und werfen regelmäßig einen Blick auf den Berliner Fußball.

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Auf unserer Berlin-Sport-Seite werfen wir regelmäßig einen Blick auf den Berliner Fußball.
Auf unserer Berlin-Sport-Seite werfen wir regelmäßig einen Blick auf den Berliner Fußball.Foto: promo

Seit dem vergangenen Wochenende rollt der Ball endgültig wieder auf allen Berliner Fußballplätzen. In den Wochen zuvor war das Fußballspielen wegen Schnee und zweistelligen Minustemperaturen kaum möglich, was den Berliner Fußballverband allerdings nicht dazu veranlasste, die in solchen Fällen eigentlich übliche Generalabsage auszusprechen. Die Folge: Spiele wurden angesetzt und kurzfristig wieder abgesagt, Spieler wie Zuschauer machten sich teilweise umsonst auf den Weg quer durch die Stadt, nur um zu erfahren, dass der Platzwart die Anlage doch gesperrt hatte oder der Schiedsrichter den gefrorenen und schneebedeckten Platz für untauglich erklärte. Und dort wo doch angepfiffen wurde, gab es zahlreiche Beschwerden über Verletzungsgefahr durch die enorme Kälte, Rutschpartien auf schneebedeckten Plätzen und Wettbewerbsverzerrung durch reine Zufallsspiele angesichts der fußballfeindlichen Bedingungen.

Doch diese Diskussionen haben jetzt erst mal ein Ende, dem Wetterumschwung sei Dank. Und es ist auch schon wieder einiges passiert im Berliner Fußball jenseits der großen Namen Hertha BSC und 1. FC Union. Zum Beispiel im Berliner Landespokal, wo Oberliga-Schlusslicht Lichterfelder FC vergangene Woche überraschend den Favoriten BFC Viktoria aus dem Wettbewerb warf und sich nun im Viertelfinale mit dem wohl schwersten verbliebenen Gegner, dem Berliner AK aus der Regionalliga messen darf. Unter den letzten Acht befindet sich mit dem BFC Tur Abdin, ein Weddinger Klub der in den 80er Jahren aus der Gemeinde aramäischer Migranten hervorging, auch noch ein absoluter Underdog aus der Bezirksliga (achte Liga), der am 25. März beim Berlin-Ligisten SC Gatow um den Einzug ins Halbfinale kämpft. Weiterhin mit von der Partie ist auch Titelverteidiger BFC Dynamo, der in den letzten beiden Jahren jeweils durch Fan-Ausschreitungen negative Pokal-Schlagzeilen machte.

Und auch im Ligabetrieb verspricht die nun endlich richtig angelaufene Rückrunde einiges an Spannung. Nicht zuletzt in der Berlin-Liga, wo Favorit VSG Altglienicke zwar die Tabelle anführt, sich aber auch schon unerwartete Patzer geleistet hat, sodass das Aufstiegsrennen noch eng werden könnte. Dahinter hat sich nämlich ein sehr ausgeglichenes Verfolgerfeld von gleich sieben Mannschaften gebildet. Und auch der zweite Platz könnte in diesem Jahr ausnahmsweise zum Aufstieg reichen, was allerdings vom Geschehen in den höheren Ligen abhängig ist. Nicht dabei im Kampf um die vorderen Plätze ist übrigens Tennis Borussia, das durch einen verpatzten Saisonstart wohl einen zu großen Rückstand hat aber immerhin für gute Zuschauerzahlen sorgt.

Bei allem was sich tut im Berliner Fußball, werden wir auf Tagesspiegel.de auch in diesem Jahr dabei sein und ab sofort wieder regelmäßig einen Blick auf und neben die vielen Fußballplätze der Hauptstadt werfen. Und auch die Diskussionen um den Spielplan im Winter und Generalabsagen dürfte spätestens dann wieder aufbrechen, wenn die ersten Mannschaften sich durch Nachholspiele unter der Woche aufgrund der Ausfälle zu Beginn des Jahres beklagen.

 

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