Basketball : Alba Berlin: Reichlich gerädert

Albas Irrfahrt durch das deutsche Schneechaos hat den Berliner Basketballern nicht gut getan: Sie verlieren am Samtsagabend 87:95 in Braunschweig.

34 Stunden mit Flugzeug, Bahn und Bus hatte die Mannschaft für die Rückreise aus dem italienischen Caserta benötigt, zwei Tage nach der Ankunft in der Heimat wirkten die Berliner beim Spiel in Braunschweig noch reichlich gerädert. Gegen den Tabellenachten hatte Alba besonders in der Defensive große Probleme und verlor am Samstagabend verdient mit 87:95 (45:49). Dem Schnee wollte man bei Alba aber nicht die Schuld an der zweiten Saisonniederlage in der Bundesliga geben. „Es gibt immer Gründe, aber das wäre zu einfach“, sagte Team-Manager Mithat Demirel. „Braunschweig war frischer als wir, wir waren nicht energisch genug.“

Auch auf der Fahrt nach Braunschweig war der Zug der Berliner liegengeblieben, wenn auch nur für 20 Minuten. Von Beginn an kamen die Alba-Spieler oft einen Schritt zu spät gegen die Gastgeber, die zuvor mit fünf Siegen in elf Spielen noch nicht oft hatten überzeugen können. Im ersten Viertel ließ Alba viele Offensivrebounds der Braunschweiger zu und kassierte 26 Punkte, auch in der Folge wurde es in Verteidigung und Rebound kaum besser. Am Ende hatte Braunschweig 15 Abpraller mehr eingesammelt als die Berliner. Albas Trainer Luka Pavicevic wechselte früh, um etwas mehr Frische aufs Spielfeld zu bringen, aber auch die Bankspieler brachten nicht den gewünschten Energieschub. Bis zur Halbzeitpause hielt sich der Rückstand beim 45:49 allerdings noch in Grenzen.

Kurz nach Beginn des dritten Viertels war Braunschweig erstmals auf zehn Punkte enteilt. Besonders Marcus Goree setzte sich immer wieder am Korb durch oder traf aus der Distanz, der erfahrene Braunschweiger Power Forward war mit 23 Punkten bester Werfer des Spiels, bei Alba hielt vor allem Derrick Allen mit 17 Zählern dagegen. Die Gastgeber waren in der Schlussphase dann selbstbewusst und treffsicher genug, um ihre Führung souverän zu verteidigen.

Für einen Berliner Spieler hatte der Ausflug auch noch in anderer Hinsicht einen unerfreulichen Charakter: Yassin Idbihi war mit Alba erstmals nach Braunschweig zurückgekehrt, wo er in der vergangenen Saison unter Vertrag gestanden hatte. Gestern Abend aber kam Idbihi als einziger Berliner keine Sekunde zum Einsatz. Tsp

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