Basketball : Alba verpasst vorzeitigen Finaleinzug

Alba Berlin muss in die Play-Off-Verlängerung. Die Berliner verloren am Sonntag in der heimischen Max-Schmeling-Halle nach zwei vorangegangenen Erfolgen das dritte Halbfinal-Spiel gegen die EWE Baskets Oldenburg.

Alba Berlin
Albas Julius Jenkins (l) spielt gegen Oldenburgs Miladin Pekovic. -Foto: ddp

Frankfurt/MainAlba Berlin hat in den Play-Offs der Basketball-Bundesliga die erste Niederlage kassiert und den vorzeitigen Einzug ins Finale verpasst. Die Berliner verloren am Sonntagabend in der heimischen Max-Schmeling-Halle gegen die Baskets Oldenburg 73:79 (40:32). Die Niedersachsen verkürzten in der "best-of-five"-Serie des Halbfinales damit auf 1:2 und genießen in der vierten Partie an diesem Dienstag (20.45 Uhr) Heimrecht. Im zweiten Halbfinale gingen die Skyliners Frankfurt gegen die Telekom Baskets Bonn durch einen 58:48 (24:30)-Sieg mit 2:1 in Führung. Spiel vier findet ebenfalls am Dienstag (18.30 Uhr) in Bonn statt.

Alba sah lange wie der sichere Sieger aus

Vor 7719 Zuschauern sah Alba, das seit fünf Jahren auf einen Meistertitel wartet, lange wie der sichere Sieger aus. Die Berliner dominierten die erste Halbzeit und schienen beim Pausenstand von 40:32 den Grundstein für die schelle Endspiel-Qualifikation gelegt zu haben. Auch nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber zunächst besser in Schwung und führten schnell mit zehn Zählern Vorsprung. Doch dann schlich sich beim siebenmaligen Champion ein wenig der Schlendrian ein, so dass die Norddeutschen immer näher herankamen und zum Ende des dritten Abschnitts zum 55:55 ausgleichen konnten.

Zu Beginn der letzten zehn Minuten zog Berlin zwar noch einmal auf 60:55 davon, doch die Oldenburger, die im Viertelfinale Meister Brose Baskets Bamberg ausgeschaltet hatten, zeigten eine tolle Moral und drehten die Partie doch noch zu ihren Gunsten. "Wir wollten die Serie auf keinen Fall mit 0:3 verlieren. Jetzt ist alles wieder offen", sagte Oldenburgs Ruben Boumtje Boumtje, der mit wichtigen Rebounds im Schlussviertel großen Anteil am unerwarteten Erfolg hatte. Richtig in Fahrt kam in den letzten zehn Minuten auch Rickey Paulding, der im Schlussviertel mit drei Dreiern für die Wende sorgte. Bester Werfer bei Oldenburg war jedoch Jasmin Perkovic (16 Punkte), bei Berlin traf Immanuel McElroy (24) am häufigsten.

Mit Selbstvertrauen nach Bonn

In Frankfurt gaben die Telekom Baskets Bonn einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand. Das Team von Trainer Michael Koch führte in der Ballsporthalle zur Pause mit 30:24 und war das eindeutig bessere Team. Doch dann verloren die Rheinländer vor 4960 Zuschauern in der Ballsporthalle völlig den Faden. In der 25. Minute gingen die Skyliners beim Stand von 38:37 erstmals in Führung. Zwar kamen die Gäste noch einmal zurück und gingen erneut in Front (44:40). Doch angeführt vom Duo Pascal Roller/Ken Johnson schlugen die Gastgeber erneut zurück und verteidigten ihren Heimvorteil.

"Nun fahren wir mit ganz viel Selbstvertrauen nach Bonn und wollen uns dort für die klare Niederlage im Spiel zwei revanchieren", sagte Johnson, der mit sieben Punkten, vier Blocks und fünf Rebounds großen Anteil am Frankfurter Sieg hatte. Der Amerikaner musste die ersten beiden Partien wegen einer Mandelentzündung pausieren. Bonns Trainer Michael Koch war dagegen frustriert. "Wir haben nach der Pause 15 Würfe in Serie nicht getroffen. So kann man kein Spiel gewinnen", sagte der Baskets-Coach. Bester Werfer bei Frankfurt war Nationalspieler Pascal Roller (16), bei Bonn glänzte Edward Basden (14). (ck/dpa)

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