Basketball : Bamberg gewinnt Spitzenspiel, Alba rutscht ab

Tabellenführer Brose Baskets Bamberg hat das Spitzenspiel des sechsten Spieltages in der BBL mit 59:54 gegen Tübingen gewonnen. Neuer Tabellenzweiter ist Quakenbrück, Alba Berlin rutschte auf Rang sechs ab.

UlmHenning Harnisch war geladen. Nach der völlig unnötigen zweiten Saisonniederlage am Samstag knöpfte sich der Teammanager von Alba Berlin seine Spieler vor. "Diese Niederlage tut richtig weh. Wir haben durch unser lasches Spiel in der zweiten Hälfte den Rhythmus und die Kontrolle über Spiel und Gegner verloren", kritisierte Harnisch nach dem überraschenden 90:92 (42:38) der Albatrosse am sechsten Spieltag der Basketball-Bundesliga (BBL) bei ratiopharm Ulm.

Spitzenreiter Bamberg setzt sich ab

Durch die Pleite im Schwabenland rutschten die Berliner von Platz zwei auf sechs zurück und verloren vorerst den Kontakt zu Spitzenreiter Brose Baskets Bamberg. Der Titelverteidiger blieb durch ein 59:54 (22:24) im Spitzenspiel am Sonntag gegen die Walter Tigers Tübingen als einzige Mannschaft unbesiegt, musste sich aber lange Zeit gewaltig strecken. Mit einer 16:0-Serie zu Beginn des letzten Viertels gelang der Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann vor 6600 Zuschauern die Wende. Bester Werfer beim Sieger war Robert Garrett mit 14 Punkten.

Neuer Tabellenzweiter ist Vizemeister Artland Dragons Quakenbrück, der seinen Platz in der Spitzengruppe mit dem ungefährdeten 85:61 (43:33) beim weiter sieglosen Aufsteiger Science City Jena festigte. "Ich bin mit der Mannschaftsleistung zufrieden, auch wenn ich mir eine etwas härtere Defensive gewünscht hätte", meinte Dragons-Coach Chris Fleming.

Die Berliner hatten in Ulm einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben. Von der Dominanz, mit der Alba seinen Gegner vor allem im ersten Viertel (24:10) phasenweise vorgeführt hatte, war im zweiten Spielabschnitt nichts mehr zu sehen. Der siebenmalige Meister leistete sich nach dem Seitenwechsel zehn Turnovers und überließ den Gastgebern bei einer insgesamt schwachen Rebound-Bilanz (24:32) fast kampflos die Hoheit unter dem Korb.

"Wir haben es nicht geschafft, die Intensität vom Spielbeginn aufrecht zu erhalten", kritisierte auch Alba-Coach Luka Pavicevic die Einstellung seiner Spieler, lobte jedoch auch die Ulmer: "Wir haben auch verloren, weil uns ein exzellent eingestelltes Team gegenüberstand."

Ulms Trainer Mike Tayler gab das Lob an seine Spieler weiter: "Ich bin stolz auf mein Team, das immer wieder Fortschritte macht. Heute ist es noch einmal gewachsen." Vor allem die Nervenstärke in der hektischen Schlussphase bei den vielen Freiwürfen habe ihn beeindruckt. Bester Ulmer Schütze war Ernest Gallup mit 19 Punkten. Auf Berliner Seite konnten auch die 22 Zähler von Dijon Thompson die Niederlage nicht verhindern.

Frankfurt findet zurück in die Erfolgsspur

Nach drei Niederlagen in Folge feierte Ex-Meister Frankfurt Skyliners wieder einen Sieg. Gegen die Telekom Baskets Bonn setzten sich die Hessen vor 4170 Zuschauern mit 76:65 (29:37) durch. Bester Werfer der Skyliners war Derrick Allen mit der Saisonbestleistung von 27 Punkten und 11 Rebounds.

Mit einem tollen Schlussviertel (37:22) drehten die Bayer Giants Leverkusen das Heimspiel gegen die Köln 99ers noch und kamen durch ein 86:79 (28:42) zum vierten Saisonsieg, der sie auf Platz drei hievte. Ebenfalls 8:4 Zähler haben die EWE Baskets Oldenburg (5.) nach dem 75:70 (32:25) gegen EnBW Ludwigsburg. (mit sid)

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