Berliner Pilsner Pokal : Dynamo schafft die Revanche

Überraschung im Pokal-Achtelfinale: Der BFC Dynamo schlägt den Favoriten Berlin Ankaraspor mit 2:1 nach Verlängerung und wird damit selbst zu einem der größten Anwärter auf den Titel.

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Der BFC Dynamo hat sich im Achtelfinale des Berliner Pilsner Pokals am Mittwochabend gegen den Titelverteidiger Berlin Anakaraspor (BAK 07) durchgesetzt und damit für die Finalniederlage im letzten Jahr erfolgreich Revanche genommen. Vor rund 800 Zuschauern im Friedrich Ludwig Jahn- Sportpark ging der aktuelle Oberliga-Tabellenführer BAK früh durch Ferdjad-Azad in Führung, tat danach aber zu wenig, um seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Dynamo kämpfte, war im Angriff aber zu ungefährlich. Erst in der Nachspielzeit, nachdem der BAK bereits mehrere gute Kontermöglichkeiten zur Entscheidung sträflich ausgelassen hatte, traf Karaduman für die Hohenschönhausener zum späten Ausgleich und erzwang so die Verlängerung.

Dort passierte zunächst nicht viel und alles deutete auf ein Elfmeterschießen hin, bis erneut kurz vor Schluss der BFC traf und in Führung ging. Torschütze war Norbert Lemcke. In der dramtischen Nachspielzeit wurde es noch mehrere Male gefährlich im Dynamo-Strafraum, unter anderem zwang der mit nach vorne geeilte BAK-Torhüter Stillenmunkes sein Gegenüber Daniel Rothes mit einem Kopfball zu einer Glanzparade.

Es blieb jedoch beim nicht unverdienten 2:1 Sieg des BFC Dynamo, der damit der letzte verbliebene Oberligist im diesjährigen Pokalwettbewerb ist. Außerdem noch im Rennen sind Regionalliga-Vertreter Türkiyemspor, die Berlinligisten VSG Altglienicke, Berliner SC, Hertha 03 Zehlendorf, Stern 1900 und der Frohnauer SC, sowie Landesliga-Spitzenreiter SC Staaken. Die Viertelfinal-Auslosung findet am Freitag den 1. April statt.

Während des Spiels zwischen Dynamo und dem BAK lief eine Spendenaktion zugunsten der Erdbeben- und Tsunami-Opfer in Japan. Noch sind die Spendenbecher nicht vollständig ausgezählt, Dynamo-Angaben zufolge könnte eine Summe von knapp 1000 Euro zusammengekommen sein. Auf den Rängen blieb diesmal alles friedlich, beim Pokalfinale im Mai letzten Jahres an gleicher Stelle war es noch zu Ausschreitungen gekommen, nachdem Dynamo-Fans nach dem Spiel auf den Platz gestürmt waren.

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