Berufungsverhandlung : Der BFC darf nun doch im Pokal antreten

Das BFV-Verbandsgericht hat den Ausschluss des Oberligisten BFC Dynamo vom Landespokalwettbewerb 2010/11 aufgehoben. Dafür muss der Klub nun eine "sehr hohe Strafe" zahlen.

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Richard Steiner (r., im Bild mit Herthas Levan Kobiashvili) darf mit dem BFC nun doch im Landespokal antreten.
Richard Steiner (r., im Bild mit Herthas Levan Kobiashvili) darf mit dem BFC nun doch im Landespokal antreten.Foto: dpa

Bernd Schultz, dem Präsidenten des Berliner Fußball-Verbands (BFV) dürfte die Entscheidung des BFV-Verbandsgerichts nicht gepasst haben. Die Berufungsverhandlung hob den Ausschluss des Oberligisten BFC Dynamo vom Landespokalwettbewerb 2010/11 auf. „Ich kommentiere das erst, wenn mir die genau Begründung vorliegt“, sagte Schultz. „Und 2000 Euro, die der BFC zahlen muss, sind ja innerhalb unserer Statuten eine sehr hohe Strafe.“ Am 2. Juni hatten rund 100 im BFC-Fanblock stehende Personen nach dem Berliner Pokalfinale gegen Ankaraspor (0:1) im Jahnsportpark den Platz gestürmt. Fünf Randalierer wurden festgenommen. In erster Instanz hatte das BFV-Sportgericht am 27. Juni einen befristeten Pokalausschluss ohne Geldstrafe ausgesprochen.

Dagegen legte der BFC Berufung ein, der Ausschluss wurde aufgehoben. Zur Begründung hieß es, der BFC habe bei dem Spiel die Vorgaben der Sicherheitsbesprechung erfüllt, zudem sei das Endspiel eine Veranstaltung des BFV und nicht des BFC gewesen. „Wir sind von einer Änderung des Urteils ausgegangen. Der Verband muss doch die Leute bestrafen, die auf den Platz gerannt sind. Und nicht den Verein“, sagt BFC-Wirtschaftsratschef Peter Meyer. „Hertha BSC oder Hansa Rostock wurden für vergleichbare Vergehen doch auch nicht von Wettbewerben ausgeschlossen.“ Der BFC, der bei Pokalspielen nun 20 zusätzliche Ordner stellen muss, will den finanziellen Schaden an die mit Stadionverboten belegten Randalierer weitergeben.

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