Berlin-Sport : BFC Dynamo: Mit Pfaff in die Zukunft

Felix Gaber

Es soll weiter nach oben gehen für den BFC Dynamo. Das hofft Mario Weinkauf. „Das Ziel ist Platz eins bis fünf“, sagt der BFC-Präsident. „Wir haben eine ganz andere Ausgangsposition als im vorigen Jahr.“ Mit einem Minus von 50 000 Euro ging der Verein in die vergangene Saison. Im November 2004 wurde das Insolvenzverfahren abgeschlossen, das 2001 wegen ausstehender Krankenkassenbeiträge in Höhe von 126 000 Euro eröffnet worden war. Zwischenzeitlich drückten den Verein sieben Millionen Euro Verbindlichkeiten.

Jetzt ist der Verein schuldenfrei. Der Etat von etwa 300 000 Euro ist fast gedeckt. Der Abschluss mit einem neuen Sponsor steht kurz bevor. 150 000 Euro will ein Londoner Energieunternehmen investieren. Die Partnerschaft ist auf fünf Jahre angelegt. Der Vertrag kam auf Initiative des ehemaligen Bayern-Torwarts Jean-Marie Pfaff zustande, der nun auch Mitglied des Vereins ist. Zudem wird Pfaff Namensgeber für die neue Jugendfußballschule in Hohenschönhausen. „Man muss der Jugend helfen, ihr Ziele geben“, sagt der Belgier, der selbst aus ärmeren Verhältnissen stammt.

Die Zusammenarbeit mit Jean-Marie Pfaff macht in Hohenschönhausen Hoffnung für die Zukunft. Was die Vergangenheit betrifft, hat sich Dynamo mit dem Deutschen Fußball-Bund geeinigt. Für seine zehn DDR-Meisterschaften darf sich der Klub einen Stern auf das Trikot nähen, in dessen Mitte die Zahl der Meistertitel angegeben ist.

Der neue Coach Jürgen Piepenburg will die Fans mit Angriffsfußball begeistern. „Er pflegt einen offensiveren Stil“, sagt Weinkauf. Vorgänger Christian Backs, der in der vorigen Saison frühzeitig ausgestiegen ist und zum Berliner AK wechselte (siehe nebenstehenden Artikel), liebte es eher defensiver. Der 64 Jahre alte Piepenburg sei zudem der erfahrenere Trainer, den die junge Mannschaft brauche, sagt Weinkauf. Piepenburg zählte zu den besten Stürmern der DDR und erzielte zwischen 1965 und 1975 in 236 Punktspielen 88 Tore.

Die Neuzugänge wie Hendryk Lau und Manuel Benthin (beide Babelsberg) sowie Jens-Uwe Zöphel (Ludwigsfelde) sollen die Mannschaft führen. Gemeinsam bringen es die drei auf 74 Zweitliga-Einsätze. „Von Lau erwarte ich einiges“, sagt Weinkauf. Große Erwartungen setzt der Präsident indes nicht nur in seine Stürmer. In zwei Jahren will Weinkauf in der Regionalliga sein.

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