DEL : Eisbären im Spaziergang

Tag der Entscheidungen in der DEL: Nürnberg wird Hauptrundenerster, die Berliner Zweiter. Dabei schienen die Eisbären enorm stark zu sein.

Lange Zeit schienen die Eisbären unschlagbar zu sein, dann einfach zu schlagen und am Ende, da waren die Berliner schwer auszurechnen. Es gab Zeitpunkte in dieser seit September laufenden Saison der Deutschen Eishockey–Liga (DEL), da schien sich die Diskussion zu erübrigen, wer die Hauptrunde der Liga auf dem ersten Tabellenplatz beenden würde. Neun Punkte Vorsprung hatten die Eisbären bereits auf die Verfolger – bis sie dann doch in eine Krise schlitterten. Trainer Don Jackson wurde vorgeworfen, seine Stars überansprucht zu haben. Der US-Amerikaner hatte meist nur mit drei Sturmreihen agieren lassen. Nach den Misserfolgen änderte Jackson seine Taktik und hatte damit wieder mehr Erfolg: Ihr erstes Etappenziel haben die Berliner erreicht. Seit gestern steht nun fest, dass sie als Tabellenzweiter in die am 18. März beginnenden Play-offs um den Titel gehen.

Der Sonntag war ein Tag der Entscheidungen in der DEL. Die Eisbären absolvierten beim EHC Duisburg ihr vorletztes Spiel vor den Play-offs. Die Berliner gewannen locker 6:0 (3:0, 3:0, 0:0) beim Tabellenletzten. Spitzenreiter Nürnberg Ice Tigers genügte beim 3:4 nach Penaltyschießen gegen die Hannover Scorpions der Punktgewinn nach regulärer Spielzeit, um die Hauptrunde zu gewinnen und damit die Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League sicher zu haben.

Das Spiel der Berliner in Duisburg verlief ohne jegliche Dramatik. Bereits vor dem ersten Bully stand fest, dass die Westdeutschen die Saison als Tabellenletzter beenden würden. Mit ihrer peinlichen Darbietung lieferten die Duisburger vor der Minuskulisse von 1300 Zuschauern ein Argument dafür ab, dass die Wiedereinführung des Abstiegs ab der kommenden Saison der Liga nur guttun kann. Bei den Gastgebern war Lukas Lang noch der beste Mann, die Berliner Tore von Steve Walker (2), Mark Beaufait, Nathan Robinson, Andy Roach, Sven Felski konnte der junge Torhüter aber nicht verhindern. Jackson sprach nach dem Spiel von einer starken Offensivleistung seiner Mannschaft. Seine Spieler hätten eindrucksvoll bewiesen, dass sie für höhere Aufgaben bereit seien. „Die Play-offs können kommen“, sagte Jackson.

Auch wenn es ein Spaziergang auf dem Eis war: Für die Eisbären war der Sieg wichtig. Seit gestern steht fest, dass die Berliner bei einer Halbfinalteilnahme in den Play-offs in einem entscheidenden fünften Spiel in jedem Fall Heimrecht hätten. Dort könnten dann übrigens die Kölner Haie Gegner der Eisbären werden, die Rheinländer sicherten sich nach einem 0:2-Rückstand durch den 4:2-Erfolg gegen Mannheim vor 15 700 Zuschauern in der Kölnarena den dritten Tabellenplatz. Der vierte Platz, den Frankfurt belegt, ist für Mannheim mit fünf Punkten Rückstand nun kaum noch erreichbar.

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