Der Rückkehrer : Patrick Femerling: Fels im Mosaik

Lars Spannagel über die überraschende Verpflichtung von Patrick Femerling, der nun schon zum dritten Mal in seiner Karriere einen Vertrag bei Alba unterschrieben hat.

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Alle Steine sollten umgedreht werden bei Alba Berlin, um das blamable Viertelfinal-Aus in der Bundesliga zu ergründen. Viele Personalentscheidungen waren möglich – dass sich aber unter einem der Steinchen der 2,15-Meter-Brocken Patrick Femerling verborgen hatte, schien kaum denkbar. Eigentlich schien die langjährige Beziehung zwischen Femerling und Alba längst zerbrochen, jetzt hat der Rekordnationalspieler zum dritten Mal in seiner Karriere in Berlin einen Vertrag unterschrieben.

Vor seinem Abschied im Sommer 2009 hatte der Routinier noch Luka Pavicevic kritisiert – der Trainer setze zu wenig auf junge deutsche Spieler. Nun will Pavicevic erneut mit dem Center zusammenarbeiten, damit beweist er mehr Flexibilität, als ihm gemeinhin zugetraut wird. Femerling passt eigentlich nicht in das Anforderungsprofil des Serben: Zu langsam, zu wenig beweglich ist der 35-Jährige. Aber gerade durch seine eher einseitige Begabung macht Femerling Alba vielseitiger: Pavicevic hat mit ihm mehr Optionen, das Team ist schwerer auszurechnen. Albas Mosaik jedenfalls hat gestern ein neues, interessantes Puzzleteil erhalten.

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