Eishockey : Eisbären jubeln: Erstes Double ist perfekt

Die Eisbären Berlin haben im vierten Spiel der Finalserie um die deutsche Eishockey-Meisterschaft den Titel unter Dach und Fach gebracht. Gegner Köln musste in eigener Halle in der Verlängerung den entscheidenden Treffer hinnehmen.

Eisbären Berlin
Die Spieler der Eisbären jubeln: Sie sind Deutscher Meister. -Foto: dpa

KölnAusgerechnet Florian Busch hat die Eisbären Berlin zur dritten deutschen Eishockey-Meisterschaft und dem ersten Double der Vereinsgeschichte geschossen. Der nach einer verweigerten Dopingprobe in die Schlagzeilen geratene Nationalspieler erzielte in einem weiteren dramatischen Finale bei den Kölner Haien den entscheidenden Treffer zum 2:1 (0:0, 0:0, 1:1) nach Verlängerung.

Quint rettet die Eisbären in die Verlängerung

Das Tor von Busch nach 7:55 Minuten der Extraspielzeit sorgte am Sonntag für überschäumenden Jubel bei den Berlinern nach einer superspannenden Finalserie über vier Partien, die alle mit nur einem Tor Differenz entschieden wurden. Kein Berliner Siegtreffer fiel dabei vor der letzten Minute der regulären Spielzeit. In Köln rettete Deron Quint die Eisbären erst 81 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit in die Verlängerung, nachdem Köln durch Sebastian Furchner (43.) in Führung gegangen war.

Die Haie mussten sechs Jahre nach dem achten und bislang letzten Meistertitel auch noch zuschauen, wie die Berliner nach dem entscheidenden dritten Sieg den Meisterpokal in der Köln-Arena entgegen nahmen. Schon 2005 und 2006 hatten die Eisbären die Trophäe in die Luft stemmen dürfen.

Alles sieht nach einem fünften Spiel aus

Zunächst sah es nach einem entscheidenden fünften Spiel am Dienstag in Berlin aus, als Furchner sein fünftes Playoff-Tor gelang. Furchner verwertete dabei einen Pass von Ex-Nationalspieler Mirko Lüdemann, der sein 800. DEL-Spiel bestritt. Kai Hospelt (46.) verpasste nur wenig später das 2:0. Auf der anderen Seite vergab Stefan Ustorf (50.) im Nachschuss den Ausgleich gegen den glänzend parierenden Robert Müller, der Quints Schlenzer zum 1:1 aber nicht sehen konnte.

Berlins Torhüter Rob Zepp hatte bereits Platz für einen sechsten Feldspieler gemacht. In der Verlängerung rettete Müller erst zweimal glänzend gegen Richard Mueller, bei dem abgefälschten Schuss von Busch hatte er jedoch keine Chance.

Schwungvolle Kölner

Die Kölner begannen wesentlich schwungvoller als in den vorigen beiden Endspielen und schienen das unglückliche 3:4 vom Freitagabend in Berlin gut verdaut zu haben. Die Haie scheiterten in den ersten zehn Minuten aber immer wieder an Zepp. Erst danach fanden die Gäste vor 18.678 Fans in der ausverkauften Köln-Arena besser in die Partie. Steve Walker, am Freitag 31 Sekunden vor Ende zum zweiten Mal Matchwinner in der Finalserie, traf nur den Helm von Müller (13.). Der Auswahlkeeper blieb zunächst mehr gefordert als sein Berliner Kollege Zepp, obwohl beide Mannschaften sehr diszipliniert zu Werke gingen und zwei Drittel lang das volle Risiko scheuten. Bei einem der wenigen Konter verhinderte Zepp die Haie-Führung durch Dave McLlwain (35.), der das 2:1-Siegtor im zweiten Spiel erzielt hatte. Furchner machte es besser und eröffnete eine weitere aufregende Schlussphase. (mbo/dpa)

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