Finale im Berliner Pilsner- Pokal : Der Pokal als Chance für Dynamo

Der BFC Dynamo will im Endspiel um den Berliner Landespokal den Triumph. Dieser wäre sowohl sportlich als auch für das Image des Klubs ein großer Erfolg.

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Auf unserer Berlin-Sport-Seite werfen wir regelmäßig einen Blick auf den Berliner Fußball.
Auf unserer Berlin-Sport-Seite werfen wir regelmäßig einen Blick auf den Berliner Fußball.Foto: promo

Berlin - Als großer Favorit geht Oberligist BFC Dynamo heute ins Finale des Berliner-Pokals gegen den Steglitzer Sechstligisten Stern 1900 (19 Uhr, Jahn-Sportpark). Für die Hohenschönhausener stehen die Chancen also gut, das verlorene Finale vom vergangenen Jahr vergessen zu machen, nicht nur aus sportlicher Sicht. Damals folgten der 0:1-Niederlage gegen den Berliner AK Ausschreitungen, als frustrierte BFC-Anhänger während der Siegerehrung den Platz stürmten und sich mit Ordnungskräften prügelten. In diesem Jahr ist die Erwartungshaltung der Anhänger angesichts der Endspielkonstellation wohl noch größer. Dennoch ist Dynamo-Fanbeauftragter Rainer Lüdtke zuversichtlich, dass solche Szenen der Vergangenheit angehören. „Wir haben umfassend reagiert, Stadionverbote verteilt und viel mit den Fangruppen geredet. Ich glaube, die Fans haben begriffen, dass es um unsere Zukunft geht.“ So sei zum Beispiel im Pokal- Achtelfinale gegen den BAK ein Böllerwerfer aus dem Dynamo-Block von den eigenen Fans gestellt und dem Sicherheitsdienst übergeben worden.

Vor allem finanziell bietet das Pokalfinale eine große Chance. Ein Sieg bedeutet die Teilnahme an der ersten Runde des DFB-Pokals mit einer Antrittsprämie von knapp 100 000 Euro und der Chance auf ein lukratives Heimspiel gegen einen Bundesligisten. Es winken also hohe Zusatzeinnahmen, die Dynamo gut gebrauchen könnte. Darauf angewiesen ist der Klub laut Trainer Heiko Bonan jedoch nicht. „Wir haben unsere Planung für die kommende Saison bereits abgeschlossen, unabhängig vom Pokal. Die Einnahmen wären aber schon ein willkommener Bonus zur Entlastung des Etats.“

So oder so will der Klub im nächsten Jahr die Qualifikation zur neuen Regionalliga erreichen. Ein siegreiches und friedliches Pokalfinale wäre für den DDR-Rekordmeister somit ein wichtiger Schritt in eine erfolgreiche sportliche Zukunft, ohne Skandale. Axel Gustke

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