Füchse Berlin : Mark Bult: Er ging nur für einen Sommer

Die Füchse-Handballer holen Mark Bult zurück. Sein Gastspiel beim polnischen Champions-League-Teilnehmer KS Vive Kielce war kurz.

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Mark Bult.
Mark Bult.Foto: promo

Berlin - Als bereits klar war, dass er von den Füchsen im Sommer keinen neuen Vertrag bekommen würde, hatte Mark Bult seine besten Auftritte für die Berliner. Mit 122 Treffern war er zum Ende der vergangenen Saison sogar bester Werfer beim Handball-Bundesligisten und überzeugte auch als sicherer Siebenmeter-Werfer. Es gab nicht wenige, die seinen Weggang bedauerten. Sie dürfen sich wieder freuen: Denn Bult kehrt mit sofortiger Wirkung zu den Füchsen zurück.

Nach einem kurzen Gastspiel beim Champions-League-Teilnehmer KS Vive Kielce unterschreibt Bult bei den Füchsen einen Zweijahresvertrag und ersetzt Runar Karason, der ausgeliehen wird. Dass es letztlich mit der Rückkehr klappen konnte, ist ein besonderer Transfercoup von Bob Hanning. „Die Prämisse war, dies kostenneutral zu verwirklichen“ , sagt der Füchse-Geschäftsführer. Er fand für den bisher wenig überzeugenden Karason mit dem Bergischen HC aus der Zweiten Liga Süd einen Verein, der in Form eines Zweitspielrechts die Kosten für den Isländer übernimmt. Bult erhält von Kielce, wo sich vor allem seine Frau nicht wohlgefühlt hatte, eine Abfindung und gibt sich deswegen mit einem geringeren Gehalt in Berlin zufrieden. Im nächsten Heimspiel der Füchse am kommenden Mittwoch gegen Melsungen soll er erstmals wieder für die Berliner ein Spiel bestreiten. Karason bestreitet heute beim DHC Rheinland (19.45 Uhr) sein letztes Spiel für die Füchse.

Dabei war Bult eigener Aussage nach im Sommer noch „voller Selbstbewusstsein“ nach Polen gewechselt. „Doch plötzlich habe ich gemerkt, dass ich mehr und mehr nur in der Deckung eingesetzt wurde, dann generell immer weniger“, beschreibt der zwei Meter große Holländer seine Situation in Kielce. „Ich war total sauer, wollte deshalb hier nur noch weg“, sagt er. Zwei Wochen trainierte er ohne Team nur für sich. Eine polnische Zeitung hatte über Bults Situation berichtet, und das las zufällig sein alter Füchse-Freund Michal Kubisztal, der Trainer Dagur Sigurdsson davon unterrichtete. „Dagur hat mich sofort angerufen und gesagt, dass er mich gern wieder haben würde“, erzählt Bult. Am Montag, verspricht er, will er wieder in Berlin sein.

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