Handball-Bundesliga : Füchse feiern 30:26-Sieg und Vereinsrekord

Nach einem Spiel, das vom Kampf geprägt war, feiern 7568 Fans in der Berliner Max-Schmeling-Halle einen 30:26-Sieg über Balingen-Weilstetten.

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Berlin - Immer wieder reckte Petr Stochl die Faust nach oben, und die Fans feierten den Füchse-Torhüter ausgiebig. Es war zwar bereits der vierte gehaltene Siebenmeter des Tschechen im Bundesligaspiel gegen den HBW Balingen-Weilstetten, aber zwei Minuten vor Schluss war der von besonderer Bedeutung. Es bestand kein Zweifel mehr, das die Berliner nach 17 Tagen Pause erneut gewinnen würden. Wenig später feierten die 7568 Fans in der Schmeling-Halle ein 30:26 (14:12), nach einem Spiel, das vom Kampf geprägt war. „Wir haben gewusst, dass Balingen sehr emotional und mit einer aggressiven Deckung agiert", sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. Er vertrat mit seinem Statement Trainer Dagur Sigurdsson, der grippegeschwächt unmittelbar nach dem Abpfiff die Halle verließ. Am Dienstag möchte er wieder halbwegs genesen sein, wenn die Füchse mit gestärktem Selbstbewusstsein beim TV Großwallstadt antreten. „Der Drück liegt nun beim TV, dort wird es ein völlig anderes Spiel", erklärte Füchse-Kapitän Torsten Laen.

Der Däne erwischte gegen Balingen nicht seinen besten Tag, gleich vier freie Wurfpositionen ließ er ungenutzt. Auch deshalb zogen die Gastgeber nicht schon frühzeitiger davon. Ohne die verletzten Stian Vatne, Konrad Wilczynski und nun auch noch dem bisher erfolgreichsten Füchse-Werfer Markus Richwien, bei dem ein Bänderanriss unter der Fußsohle festgestellt wurde, hatte der HBW in der ersten Halbzeit sogar klare Vorteile. Beim 9:5 nahm Sigurdsson die erste Auszeit, monierte vor allem die vielen technischen Fehler und auch die wirkungslosen Würfe von Mark Bult und Michal Kubisztal auf den Halbpositionen. Aber auf einen Spieler konnte er sich da bereits verlassen: Regisseur Bartlomiej Jaszka. „Jaszka war für uns ein unlösbares Problem“, sagte Balingens Coach Rolf Brack. Der Pole wirbelte, schuf Räume für die Mitspieler und traf selbst insgesamt sieben Mal. Bester Füchse-Werfer war letztlich Kjetil Strand mit einem Tor mehr.

Die Füchse gingen beim 12:11 erstmals wieder in Führung, nachdem sie anfangs nur mal 2:1 vorn lagen, und mussten dann auch nach dem Seitenwechsel keinen Rückstand mehr hinnehmen. 16:12, 22:20 und 27:23 hießen die Stationen zum 16. Saisonsieg und dem neuen Bundesliga-Vereinsrekord mit nunmehr 32 Pluspunkten. Hartmut Moheit

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