Handball-Bundesliga : Füchse-Handballer verlieren 26:35 in Kiel

Ohne fünf Stammspieler schlagen sich die Füchse beim haushohen Favoriten Kiel achtbar. Zwölf Minuten vor Schluss liegen die Berliner nur mit drei Toren zurück, doch der THW kann am Ende noch einmal zulegen.

Kiel - Als Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson in der 24. Minute endlich eine Auszeit nahm, ging es eigentlich nur noch um Schadensbegrenzung. Bis dahin hatte der THW Kiel in der heimischen Arena sich bereits eine 16:9-Führung gegen die Berliner erspielt. Wie erwartet, denn der deutsche Rekordmeister war in diesem Bundesligaspiel ohnehin der haushohe Favorit, die Füchse mussten zudem mit Silvio Heinevetter, Torsten Laen, Mark Bult, Stian Vatne und erneut Konrad Wilczynski auf fünf Stammspieler verzichten. Was sollte da anderes herauskommen? So musste es zwangsläufig im dritten Aufeinandertreffen in dieser Saison gegen den Tabellenzweiten nach zwei klaren Niederlagen im Hinspiel sowie im Pokal mit dem 26:35 (10:20) das dritte klare Ergebnis für den Champions-League-Viertelfinalisten geben.

Den Kielern war kaum anzumerken, dass beispielsweise ihre Stars Daniel Narcisse, Thierry Ohmeyer und Aron Palmarsson wegen der Vulkanauswirkungen am Wochenende auf Island festsaßen und den mühsamen Weg über Norwegen und per Fähre nach Kiel hinter sich hatten. Sie bestimmten mit dem Anpfiff das Geschehen und bauten ihren anfänglich nur Drei- und Vier-Tore-Vorsprung beständig aus. Momir Ilic verwandelte fünf von sechs Siebenmetern, Filip Jicha traf zweimal von dieser Marke. Dass die Füchse bis zur Halbzeit nur einen Strafwurf bekamen, den Ivan Nincevic verwandelte, spricht für ihre Unbeholfenheit gegen den Kieler Angriffsdruck.

THW-Coach Alfred Gislason musste sich auch in der zweiten Halbzeit keine großen Sorgen machen, obwohl den Füchsen nacheinander drei Treffer gelangen. Beim 13:20 in der 35. Minute warf Markus Richwien sein 100. Saisontor. Es fiel aus nicht weiter ins Gewicht, dass Kiels ehemaliger Nationalspieler Christian Zeitz wegen einer groben Unsportlichkeit kurz danach direkt disqualifiziert wurde. Erst als es plötzlich nur noch 26:23 (48.) stand, bekam Gislason ein wenig das Zittern und nahm eine Auszeit. Das reichte, um das Spiel am Ende doch deutlich für sich zu entscheiden. (Tsp)

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