Hollis Price kehrt zurück : Alba baut das Retro-Team

"Alba war die bisher schönste Station in meiner Karriere", sagt Hollis Price. Nun kehrt er zurück und ist damit nach Patrick Femerling und Sven Schultze bereits der dritte Ehemalige, der künftig wieder in Berlin spielt.

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Hollis Price (vorn) geht künftig wieder für Alba auf Korbjagd. Foto: dpa
Hollis Price (vorn) geht künftig wieder für Alba auf Korbjagd.Foto: dpa

Berlin - Vor ziemlich genau vier Jahren hat der Basketball-Bundesligist Alba Berlin heftigst um Hollis Price geworben. „Wir haben alles versucht“, erinnert sich Geschäftsführer Marco Baldi, „aber wir hatten keine Chance.“ Den Amerikaner zog es fort, zu einer besseren Bezahlung in einer besseren Liga. Vier Jahre später hat es Alba erneut bei ihm versucht – mit größerem Erfolg. „Es ist etwas Besonderes für mich, nach Berlin zurückzukehren“, sagt der US-Amerikaner, „Alba war die bisher schönste Station in meiner Karriere.“

Price ist neben Patrick Femerling und Sven Schultze bereits der dritte Rückkehrer bei Alba. Er soll mit Marko Marinovic das neue Guard-Duo bilden. „Sie ergänzen sich sehr gut“, sagt Baldi, „sie können auch zusammen spielen, aber wer von ihnen erste Fünf spielt, wird sich noch ergeben.“ Die Verpflichtung von Price bedeutet auch, dass sich Alba von Rashad Wright und Steffen Hamann trennt. Der Vertrag des Nationalspielers lief zwar noch für eine Saison, trotzdem habe man sich einvernehmlich getrennt, sagt Baldi: „Die Erwartungen beider Seiten sind nicht hundertprozentig erfüllt worden.“

In Hollis Price bekommt Alba einen schmächtigen, 1,86 Meter kleinen Aufbauspieler, der große Spielintelligenz besitzt. Sein Leben ist von Schicksalsschlägen gekennzeichnet, er wuchs bei den Großeltern in einem Armenviertel von New Orleans auf, seine Mutter saß wegen Drogendelikten im Gefängnis, der Hurrikan Katrina zerstörte sein Haus. Zuletzt scheint auch nicht alles nach Wunsch gelaufen zu sein, wie Baldi andeutet. Er erzählt von einem Trainerwechsel in Mailand und privaten Problemen, weshalb Price ein Dreivierteljahr lang pausierte. Dann heuerte er bei den Artland Dragons (7,7 Punkte und 3,4 Assists pro Spiel) an. „Er braucht noch etwas Zeit, bis er wieder in der Spur ist“, sagt Baldi, „aber er wird wieder auf das Niveau kommen, auf dem er schon einmal war.“ Benedikt Voigt

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