Berlin-Sport : Jean-Marie Pfaff hat bei Dynamo ein Problem

Matthias Koch

Sportlich hat Fußball-Oberligist BFC Dynamo Fahrt aufgenommen. Der 4:0-Erfolg gegen Aufsteiger Falkensee/Finkenkrug war der fünfte Sieg in Serie. Vergessen ist der schlechte Saisonstart und ein wenig vergessen ist auch das Brimborium, das um das Engagement von Jean Marie Pfaff im Traditionsklub veranstaltet wurde. Fast unbemerkt stattete der frühere Weltklasse-Torwart nun noch mal einen Besuch im Sportforum ab. Wie versprochen trainierte er Jugendliche zwischen vier und zwölf Jahren, sagte Pfaff. Doch der frühere belgische Nationalkeeper ist derzeit eher mit halber Kraft dabei. „Ich mache das nur für die Kinder“, sagte Pfaff. Und das nicht ohne Grund. Mit dem BFC in Verbindung gebrachte Negativschlagzeilen über Hooligans sollen nicht auf den 51 Jahre alten Belgier abfärben. Bevor Pfaff auch für die Männerabteilung auf Werbetour geht, sollen die Strukturen im Klub verändert werden. Dies wollen Präsident Mario Weinkauf und Unternehmer Roland Maciejewski. Er war es, der den BFC im Sommer mit Pfaff und dem vermeintlichen Hauptsponsor United Sol Energy (USE) zusammenbrachte. Pfaff ist noch dabei. Doch der Deal mit USE ist geplatzt. Maciejewski ist nun auf der Suche nach neuen Geldgebern.

Jean-Marie Pfaff würde gern mehr tun, als nur mit Kindern über den Platz zu jagen. Doch der Vertragspartner von Adidas kann die Jugendabteilung noch nicht wie versprochen einkleiden. Der Verein ist drei Jahre an einen anderen Ausrüster gebunden.

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