Kampagne "Urban-Volley" : Berlin soll Straßenvolleyball spielen

Statt Fußball oder Basketball: Eine neue Kampagne der BR Volleys soll die Berliner für Volleyball begeistern.

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Man müsste mal den Architekten Sir Norman Foster fragen, ob er beim Entwurf der Reichstagskuppel tatsächlich an Volleyball gedacht hat. Den Machern eines Imagefilms ist diese Ähnlichkeit jedenfalls aufgefallen: Die Kuppel lässt sich mit etwas Fantasie und einem guten Grafiker zu einem Volleyball formen, einem leicht ovalen zugegeben. Aber damit wäre dann endgültig der Beweis erbracht: Berlin spielt Volleyball. Das ist zumindest das Ziel der neuen, auf drei Jahre angelegten Kampagne der BR Volleys.

Die Berlin-spielt-Volleyball-Kampagne wird auch beim ersten Heimspiel gegen Haching am 15. Oktober in der Max-Schmeling-Halle vorgestellt. „Wir wollen Volleyball aus dem engsten Kreis herausführen und städtischer machen“, sagt Volleys-Manager Kaweh Niroomand. Dafür steht den Volleys ein mobiler Volleyballplatz zur Verfügung, der an unterschiedlichen Plätzen in der Stadt aufgebaut werden soll. „Wir werden dort ein Turnier organisieren und versuchen, die Bevölkerung für Volleyball zu gewinnen.“ Auch die Spieler der BR Volleys werden an diesen Tagen dabei sein, um die Identifikation der Berliner mit ihren Volleyballhelden zu verstärken. „Das Ganze kann man dann an verschiedenen Stellen der Stadt machen“, erklärt Kaweh Niroomand.

Damit wollen die Volleyballer auch einen Nachteil bekämpfen. „An jedem Bolzplatz gibt es ein Fußballtor oder einen Basketballkorb“, sagt Berlin-Recycling-Chef Hanno Thielmann, „aber wenn unsere Mitarbeiter Volleyball spielen wollen, tun sie sich schwer damit.“ Nun aber gebe es einen Ausweg. „Damit wollen wir heilen, dass nicht überall in der Stadt Volleyballplätze vorhanden sind“, sagt Thielmann. Es scheint allerdings nur ein kleiner Anfang von Street-Volleyball zu werden, denn ein permanenter Volleyballplatz auf der Straße ist nicht geplant. Wenn man mal von den Beachvolleyball-Anbietern in der Stadt absieht. Doch weitere Ideen für die neue Kampagne werden noch gesucht, auf der Webseite www.urban-volley.de können sich die Volleyball-Enthusiasten einbringen und neue Aktionen initiieren. „Wir wollen damit unser eigenes Publikum erreichen, das sehr internetaffin ist“, sagt Kaweh Niroomand, „und gleichzeitig mehr Volleyball in die Breite der Stadt bringen.“ Und sogar in den Reichstag, optisch zumindest.

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