Berlin-Sport : Mit Spaß gegen Krebs

Die Deutsche Meisterin Irina Mikitenko gewinnt den 23. Berliner Frauenlauf für den guten Zweck

David Digili

Berlin - Beim 23. Berliner Frauenlauf ging es am Samstag um mehr als um den Erfolg auf der Strecke. Es sollte auch ein kleiner Etappensieg in der Forschung gegen den Brustkrebs sein. „Jährlich erkranken rund 50 000 Frauen in Deutschland daran“, sagte Professor Jens-Uwe Blohmer vom Sankt-Gertrauden-Krankenhaus in Wilmersdorf im Rahmen der Veranstaltung. „Mitverantwortlich dafür sind auch Bewegungsmangel und schlechte Ernährung.“ Um die Krankheit weiter zu erforschen, wurde der Erlös des Frauenlaufs deshalb komplett der Deutschen Krebsgesellschaft zur Verfügung gestellt. „Wir wollen mit unserer Veranstaltung den Kampf gegen den Brustkrebs unterstützen, ein Zeichen setzen“, sagte Renndirektor Mark Milde. Alle Läuferinnen hatten die Möglichkeit, sich an Informationsständen über die Krankheit, ihre Ursachen und ihre Bekämpfung auf den neuesten Wissensstand zu bringen.

Fast 12 000 Teilnehmerinnen liefen also die 10 Kilometer für einen guten Zweck und ansonsten vor allem aus Spaß an der Freude. „Das Wettkampfdenken spielt bei reinen Frauenläufen nicht die Hauptrolle“, erklärte Milde weiter. „Deswegen ist unserer Erfahrung nach der Zuspruch meist auch größer als bei gemischten Veranstaltungen.“

In der Tat bestätigen einige Teilnehmerinnen auf Nachfrage diese These. „Nur mit Frauen zu laufen ist etwas Besonderes. Das macht einfach Spaß“, antwortet eine Läuferin nach dem Zieleinlauf, eine andere findet den Lauf „eine tolle Idee“, und noch eine andere meint: „Die Atmosphäre ist einfach anders, man läuft auf hohem Niveau, aber hauptsächlich, um Spaß zu haben.“ Zumindest die Siegerin, die Deutsche Meisterin Irina Mikitenko, gab immerhin zu: „Ich wollte gewinnen.“ Aber auch sie fand es „einfach schöner, zusammen mit anderen zu laufen, als alleine zu trainieren“. Vor allem, wenn man zudem noch in der Gewissheit läuft, damit etwas Gutes zu tun: 20 000 Euro wurden insgesamt der Deutschen Krebsgesellschaft gespendet.

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