Müde in die Play-offs : Alba Berlin verliert 74:81 in Göttingen

Ein anstrengendes Wochenende in Vitoria, eine 27-stündige Rückfahrt durch halb Europa, doch bis zur 36. Minute sah es gestern Abend in Göttingen so aus, als könne Alba Berlin die Strapazen der vergangenen Woche wegstecken.

Daniel Endres

GöttingenDie Berliner Basketballer hatten beim ersten Auftritt nach dem verlorenen Eurocup-Finale zwar ihren Acht-PunkteVorsprung eingebüßt, führten aber noch 67:64. Dann aber kippte das Spiel. Albas Derrick Byars regte sich nach einem Offensivfoul, das gegen ihn gepfiffen worden war, so auf, dass die Schiedsrichter ihn mit einem technischen Foul belegten. Oldenburg verwandelte beide Freiwürfe und ging unmittelbar danach 68:67 in Führung. Alba verteidigte nicht mehr konsequent genug, verlor das Schlussviertel 21:33 und das Spiel 74:81 (32:36).

„Wir hatten mehr Kraft“, sagte Göttingens Coach John Patrick, während sein Berliner Kollege Luka Pavicevic damit haderte, dass „wir am Ende gute Chancen ausgelassen haben.“ Alba liegt zwei Wochen vor Play-off-Beginn in der Basketball-Bundesliga mit einem Spiel Rückstand nur auf Platz vier. Im Nachholspiel am Mittwoch empfängt der Klub die Eisbären Bremerhaven, am Sonnabend kommt die EnBW Ludwigsburg nach Berlin. „In den zwei Heimspielen müssen wir noch das Beste rausholen“, sagte Pavicevic. Ein Ziel hat sein Team allerdings bereits verpasst: Platz eins, der bis zu einem möglichen Finale in den entscheidenden Spielen Heimrecht garantiert.

Oldenburg steht nach dem 90:88 nach Verlängerung gegen Ulm als Tabellenerster fest, Göttingen verbesserte sich durch den gestrigen Sieg auf Rang zwei. Schon vor der Pause führten die Gastgeber mit zehn Punkten Vorsprung, ehe Alba durch Dreipunktewürfe von Rashad Wright und Julius Jenkins wieder herankam. Doch auch Göttingen traf aus der Distanz, neunmal insgesamt, und stellte in Taylor Rochestie (19 Punkte) den Topscorer. Albas bester Werfer war Immanuel McElroy mit 14 Punkten.

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