Pferderennen : Hüte in Hoppegarten

Auf der Hut: Auf der Galopprennbahn Hoppegarten ist am Sonntag „Ladies Day“ und damit der Hutwettbewerb. In drei Kategorien werden die elegantesten, kreativsten und sportlichsten Kreationen prämiert.

Ulrich Nickesen
Hutparade: In Berlin-Hoppegarten wird am Sonntag die schönste Damenkopfbedeckung gewählt. Vati lässt sich dennoch auch nicht lumpen.
Hutparade: In Berlin-Hoppegarten wird am Sonntag die schönste Damenkopfbedeckung gewählt. Vati lässt sich dennoch auch nicht...Foto: dpa

Natürlich stehen die Pferde und ihre Reiter in Hoppegarten im Mittelpunkt des Interesses, einmal im Jahr kommen ihnen aber die Damen gefährlich nahe. Am heutigen Tag steht der „Ladies Day“ an und damit der Hutwettbewerb unter den weiblichen Besuchern der Galopprennbahn am Stadtrand Berlins. In drei Kategorien werden die elegantesten, kreativsten und sportlichsten Kreationen prämiert – dabei lohnt es sich, früh an den Kassen zu erscheinen: Die ersten eintausend Besucherinnen mit Kopfbedeckungen bekommen ein Glas Sekt ausgeschenkt.

Um 14 Uhr beginnt dann auch die sportliche Komponente des Nachmittags, wobei das mit 55.000 Euro dotierte Orleander-Rennen den Höhepunkt des Tages darstellt. Die besten deutschen Steher gehen an den Start, einschließlich zweier Gäste aus England und Russland. Noch nie gab es bei diesem Rennen eine höhere Teilnehmerzahl, 15 Starter sind gemeldet. 3200 Meter werden sie absolvieren müssen, eine Distanz, die jenseits der klassischen Strecke von knapp zweieinhalb Kilometern liegt. Das nach dem Ausnahmepferd Orleander benannte Rennen ist somit eines der längsten der deutschen Galopp-Saison und diese Steherrennen haben ihren eigenen Reiz: Denn die Faszination des Galoppsports liegt wesentlich in der Kombination der beiden Komponenten Geschwindigkeit und Ausdauer.

Trainer Andreas Wöhler ist in der glücklichen Lage, mit dem Vorjahressieger Altano und dem durch seine Leistungskonstanz auffallenden Earl of Tinsdal gleich zwei Vollblüter mit diesen erforderlichen Qualitätsmerkmalen aufzubieten. Sie beide rücken als Favoriten in die Startboxen ein. Zwar fehlen die stärksten Pferde aus Frankreich, Irland und England, für die beiden Wöhler-Schützlinge ist dieses Rennen aber vor allem ein Test für das härteste Steherrennen in Europa im Juni: den „Ascot Gold Cup“. Mit 4000 Metern ist das britische Traditionsrennen noch ein Stück länger, beide Pferde sind dafür gemeldet.

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