Reitsport in Berlin : Favoritensiege in Hoppegarten

Ein Traum wird wahr: Im mit 55.000 Euro dotierten Auktionsrennen für dreijährige Pferde siegte Beau Reve über die Sprintdistanz von 1400 Metern.

Ulrich Nickesen

Beau Reve ist Französisch und heißt schöner Traum. Beau Reve heißt auch der dreijährige Hengst, der am Samstag beim Renntag in Hoppegarten seinem Namen mehr als gerecht wurde. Im mit 55.000 Euro dotierten Auktionsrennen für dreijährige Pferde siegte er über die Sprintdistanz von 1400 Metern. Zehn Konkurrenten, allesamt vor zwei Jahren auf einer Aktion erworben, traten auf der langen Geraden gegeneinander an, doch schon nach der Hälfte der Distanz übernahm der russische Jockey Wladimir Panow resolut das Kommando, verabschiedete sich bis auf fünf Längen vom Rest des Feldes und passierte komfortablem Vorsprung den Zielpfosten. „Ich hatte schon sehr früh ein gutes Gefühl, dass mein Pferd heute gut auf dem Posten war und habe deshalb nicht gezögert, die Spitze zu übernehmen“, sagte Panow.

Am vorletzten Renntag der diesjährigen Saison stand zwar nicht die erste Reihe der deutschen Vollblüter im Rampenlicht, dennoch fühlten sich die 6400 Zuschauer während der sieben Rennprüfungen am Samstag gut unterhalten. Am Ende war es ein Tag der Favoritensiege. Nicht nur die erfolgsverwöhnten Jockeys Eduardo Pedroza und Andreas Helfenbein, sondern vor allem Dennis Schiergen imponierte einmal mehr im Rahmenprogramm. Der 18-jährige Amateur scheint eine besondere Vorliebe für die Hoppegartener Parkbahn zu haben, denn seit seinem spektakulären Sieg mit Nymphea im „Großen Preis von Berlin“, als er die Profis düpierte, vergeht kein Renntag, an dem er nicht mindestens ein Rennen gewinnt. Gestern musste er gegen die Profis jedoch harte Arbeit verrichten, ehe der Sieg mit Scorpio auf der Meile bestätigt wurde.

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