Berlin-Sport : Toppmöller kämpft um seinen Job HSV-Trainer steht nach Pokalaus in der Kritik

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Paderborn Es war eine branchenübliche Floskel, mehr nicht. „Ich gehe schwer davon aus, dass Klaus Toppmöller gegen den 1. FC Nürnberg noch auf der Bank sitzt“, sagte Bernd Hoffmann am Samstag. Sehr überzeugend klang das nicht, was der Vorstandschef des Hamburger Sport-Vereins nach dem Ausscheiden des Fußballklubs aus dem DFB-Pokal durch ein 2:4 (2:2) gegen den Regionalligisten SC Paderborn von sich gab. Und es verlor noch mehr an Aussagekraft, als Hoffmann nach einer kurzen Pause hinterherschob: „Aber wir haben in drei Wochen alles eingerissen, was wir in der Sommerpause aufgebaut haben.“

Diese drei Wochen lesen sich wie folgt: Aus im UI-Cup, punktlos Tabellenletzter in der Bundesliga, jetzt die Erstrundenniederlage im DFB-Pokal. Trainer Klaus Toppmöller hat inzwischen seinen Kollegen Kurt Jara vom 1. FC Kaiserslautern als Nummer eins in der Rubrik Rauswurfkandidat beim Buchmacher Intertops verdrängt. „Ich kann nur meine Arbeit anbieten und werde mich weiter für den Klub zerreißen“, sagte er.

Den Fans ist das nicht genug, sie wollen Erfolge. Die „Toppmöller raus!“- Rufe in Paderborn waren nicht zu überhören. Dabei hatte der Trainer diese Saison für einen Neuanfang vorgesehen und Spieler für zehn Millionen Euro verpflichten lassen. Für den verschuldeten Klub war das ein risikoreicher Schritt, der sich nicht ausgezahlt hat. Vor allem die Zugänge enttäuschten bisher, allen voran Emile Mpenza. Der Belgier hatte gegen Paderborn zwar das 2:0 erzielt, aber mit seinem Platzverweis die Niederlage eingeleitet.

Klaus Toppmöller will noch nicht aufgeben. Er konzentriert sich auf das Spiel gegen Nürnberg am Samstag. „Wir werden wieder aus dem Loch herauskommen“, sagt er. Die Frage ist nur, ob das mit oder ohne Toppmöller geschehen soll. Tsp

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