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Tore schießen Geld : Berlins Sport macht eine Milliarde Umsatz

10.12.2012 18:08 Uhrvon
Großereignis Berlin-Marathon. Nur eines von vielen Sporthighlights in Berlin. Foto: dpaBild vergrößern
Großereignis Berlin-Marathon. Nur eines von vielen Sporthighlights in Berlin. - Foto: dpa

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) hat den Berliner Sport erstmals in den Rang einer ernst zunehmenden Wirtschaftsgröße gehoben. Er setzt eine Milliarde Euro pro Jahr um und bringt fast 19.000 Menschen regelmäßig in Arbeit.

Endlich ist wieder was los im Berliner Sport – 2015, wenn der große Fußball das Finale der Champions League hier austrägt; oder 2020, wenn die erste Europameisterschafts-Tournee der Weltgeschichte hier Station macht. Vielleicht ist Hertha BSC bis dahin sogar wieder in die Bundesliga aufgestiegen (und nicht sogleich wieder abgestiegen), vielleicht ist bis dahin sogar der Großflughafen fertig (und nicht nach einer Brandschutzübung wieder geschlossen worden). Womöglich also brechen die fetten Jahre für Berlin auch im Sport bald an.

Andererseits: Sind sie nicht schon längst angebrochen?

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) jedenfalls hat am Montag den Berliner Sport erstmals in den Rang einer ernst zunehmenden Wirtschaftsgröße gehoben: Nach dem neuen Sportwirtschaftsbericht setzt der Sport der Stadt etwa eine Milliarde Euro pro Jahr um und bringt fast 19 000 Menschen regelmäßig in Arbeit. „Hinzu kommen die positiven Imageeffekte, die unsere Sportstadt als Ausrichter von Weltmeisterschaften und anderen großen Leistungswettbewerben erzielt“, ergänzte IHK-Geschäftsführer Jan Eder im schönsten Ökonomensprech.

Auch Senat und Landessportbund, ebenfalls Auftraggeber der Studie, freuten sich öffentlich über die sportliche Rendite für die Stadt.

Dass aber Spitzensport nicht immer gleich rentabel ist, merken selbst Berlins Profivereine, die in ihren Ligen regelmäßig um die Meisterschaft spielen. Trotz des anhaltenden Zuschauerbooms bei den Eisbären, Albas Basketballern, den Handball-Füchsen und sogar bei den Berlin Volleys fehlen den Klubs wichtige Einnahmen – weil es in Berlin eben an echten Wirtschaftsgrößen und damit an Großsponsoren mangelt. Selbst Hertha BSC, der größte Sportverein der Stadt, hat sich auch für diese Zweitligasaison die Mietzahlungen von der landeseigenen Olympiastadion-Gesellschaft stunden lassen. Ein großes Geschäft ist der Berliner Sport selten.

Dennoch treiben die 2000 Sportklubs täglich Berlin voran, fördern das Image der Stadt und stärken die Gesundheit jedes Mitmachers. Und die großen Festtage des Marathons und des Pokalfinales werden in Berlin gleich ein verlängertes Wochenende lang ausgekostet – auch von in Scharen einlaufenden Touristen. Beziffern lässt sich der ökonomische Gewinn daraus sowieso nicht. Aber manchmal reicht es ja schon, wenn eine Stadt ein frisches Funkeln in ihr Gesicht geschrieben bekommt – spätestens 2015, wenn der große Fußball sein Finale hier austrägt.

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