Traumatisiert in Treviso : Alba kassiert im Eurocup die erste Niederlage

Alba Berlin ist mit einer Niederlage in die Zwischenrunde des Basketball-Eurocups gestartet - die Gastgeber waren deutlich aggressiver.

Eines war vor dem Spiel klar: Eine Serie würde sicher reißen. Gemeint sind nicht die Siegesserien Alba Berlins und des italienischen Traditionsklubs Pallacanestro Treviso, die vor ihrem Aufeinandertreffen am Dienstag die einzigen ungeschlagenen Basketball-Teams im Eurocup waren. Nein, gemeint sind die Serien von Patrick Femerling und Sven Schultze. „Egal, mit welcher Mannschaft ich in Treviso gespielt habe – immer habe ich verloren“, sagte Alba-Kapitän Femerling vor dem Spiel. „Schulle hingegen hat hier immer gewonnen.“

Am Ende war es die Serie von Sven „Schulle“ Schultze, die riss. Alba verlor sein erstes Zwischenrundenspiel in der Gruppe J mit 71:75 (35:40). Beste Werfer bei den Berlinern, die schwach spielten und sich erst gegen Ende steigerten, waren Derrick Allen mit 18 und Tadija Dragicevic mit zwölf Punkten.

Vor 2467 Zuschauern in der Palaverde-Halle in Treviso führte Alba nach zwei Minuten durch fünf Punkte von Derrick Allen 5:4. Danach legt der Tabellen-13. der italienischen Liga los und führte nach dem ersten Viertel 24:18. Nur noch einmal sollte Berlin in Führung gehen, nach 14 Minuten stand es 27:26 für Alba. Danach übernahm Treviso wieder die Führung und entschied die erste Hälfte 45:35 für sich. Bis zum vierten Viertel setzten die Italiener sich auf 13 Punkte ab und führten 66:53. Erst im letzten Spielabschnitt fanden die Berliner zu ihrer Form, doch 18:9 Punkte im vierten Viertel reichten nicht, um die erste Niederlage auf europäischer Bühne seit dem Eurocup-Finale im Frühjahr gegen Valencia zu vermeiden.

Entscheidend für Albas Niederlage war letztlich das verlorene Duell unter den Brettern (32:42 Rebounds für Treviso). Die Wurfquoten von der Dreipunktelinie (nur 4 von 17 Dreiern saßen) und von der Freiwurflinie (61 Prozent) waren ebenfalls schlecht, doch bei Treviso (5 von 17 Dreiern, 57 Prozent von der Freiwurflinie) waren sie nicht besser.

Ein schwacher Trost ist, dass die Berliner nach der Auftaktniederlage nicht Gruppenletzter sind, weil Panellinios Athen zu Hause gegen Sevilla 82:87 verlor. Und ein noch schwächerer Trost dürfte es für Patrick Femerling sein, dass er mit seinem Treviso-Trauma nicht mehr allein ist. (Tsp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben